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OBS/Kostenpflichtige Module/RESTServer/Scripting: Unterschied zwischen den Versionen

Aus OBS Wiki
Rademacker (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Rademacker (Diskussion | Beiträge)
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==Methoden-Signatur==
==Methoden-Signatur==


Pro HTTP-Methode wird im Skript eine gleichnamige Funktion implementiert. Der Server ruft genau die Funktion auf, die zur Methode des eingehenden Requests passt.
Pro HTTP-Methode wird im Skript eine gleichnamige '''Prozedur''' implementiert. Der Server ruft genau die Prozedur auf, die zur Methode des eingehenden Requests passt.


  function Get  (oParams: TStrings; oBody: TJSONObject): string;
  procedure Get  (oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
  function Post  (oParams: TStrings; oBody: TJSONObject): string;
  procedure Post  (oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
  function Put  (oParams: TStrings; oBody: TJSONObject): string;
  procedure Put  (oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
  function Delete(oParams: TStrings; oBody: TJSONObject): string;
  procedure Patch (oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
function Patch (oParams: TStrings; oBody: TJSONObject): string;
 
Zwei Handles, kein Rückgabewert: '''oReader''' ist die Anfrage, '''oWriter''' die
Antwort. Beide erzeugt der Server, beide gehören ihm - im Skript wird nichts
angelegt und nichts freigegeben.
 
{{Achtung|'''DELETE hat keine Skript-Methode.''' <code>Delete</code> ist in der
Skriptsprache eine Standardprozedur (Löschen aus einer Zeichenkette); eine eigene
Prozedur dieses Namens lässt sich nicht übersetzen, und der Fehler nennt nur die
Zeile der Deklaration. Wer einen DELETE-Endpunkt braucht, legt die Methode unter
einem anderen Verb ab oder trennt sie in ein eigenes Skript.}}


Fehlt die zur Methode passende Funktion, antwortet der Server mit '''405 Method
Fehlt die zur Methode passende Funktion, antwortet der Server mit '''405 Method
Zeile 31: Zeile 40:
  Allow: GET, PUT
  Allow: GET, PUT


Ein im Vertrag zugesagtes Verb braucht also seine Funktion. Fehlt sie, ist das an
Ein im Vertrag zugesagtes Verb braucht also seine Prozedur. Fehlt sie, ist das an
der Antwort sofort zu erkennen und '''kein''' Serverfehler.
der Antwort sofort zu erkennen und '''kein''' Serverfehler.


==Parameter==


===oParams (TStrings)===
==Die Anfrage lesen: oReader==
 
''oReader'' ist der einzige Zugang zur Anfrage - Query, Header, Formularfelder,
Pfadwerte, Token-Claims und Körper. Alles davon sind '''Zeichenketten''' oder
werden über einen typisierten Leser geholt.


Enthält alle Query-Parameter, POST-Parameter (form-urlencoded) sowie die durchgereichten HTTP-Header. Werte sind immer Strings.
{| class="wikitable"
! Aufruf !! Was er liefert
|-
| <code>oReader.Param('kundennr')</code> || Query-Parameter, POST-Parameter (form-urlencoded) oder HTTP-Header. Getrimmt, leer wenn nicht gesendet
|-
| <code>oReader.Path('uid')</code> || Wert eines Platzhalters aus dem Pfad-Template
|-
| <code>oReader.Form('bemerkung')</code> || Formularfeld einer <code>multipart/form-data</code>-Übertragung
|-
| <code>oReader.Claim('tenant')</code> || Custom-Claim des vorgelegten Tokens
|-
| <code>oReader.Subject()</code> || Subject des Tokens (''sub''-Claim)
|-
| <code>oReader.TraceId()</code> || Korrelations-ID des Requests
|-
| <code>oReader.Offset()</code> || UTC-Offset des Servers, z.B. ''+02:00''
|-
| <code>oReader.HasBody()</code> || Wurde überhaupt ein JSON-Körper gesendet?
|}


Filterung durch den Server:
Filterung durch den Server:


* Geblockte Header werden nicht durchgereicht: ''authorization'', ''cookie'', ''proxy-authorization'', ''x-forwarded-for'', ''x-real-ip'', ''apikey'', ''api_key''.
* Geblockte Header werden nicht durchgereicht: ''authorization'', ''cookie'', ''proxy-authorization'', ''x-forwarded-for'', ''x-real-ip'', ''apikey'', ''api_key''.
* Parameter mit Präfix '''_OBS_''' können von aussen nicht gesetzt werden; sie sind für interne Werte reserviert.
* Werte, die von aussen kommen, können die reservierten Namen nicht besetzen.
* Werte werden auf max. 1024 Zeichen begrenzt.
* Werte werden auf max. 1024 Zeichen begrenzt.
* Null-Bytes und Steuerzeichen (ausser Tab, CR, LF) werden entfernt.
* Null-Bytes und Steuerzeichen (ausser Tab, CR, LF) werden entfernt.
Zeile 49: Zeile 79:
Zugriff im Skript:
Zugriff im Skript:


  if (not Empty(oParams.Values['kundennr'])) then begin
cKundenNr := oReader.Param('kundennr');
     cKundenNr := oParams.Values['kundennr'];
  if (not Empty(cKundenNr)) then begin
     // ...
  end;
  end;


===oBody (TJSONObject)===
===Der Körper: Zugriff über Pfade===


Enthält den Request-Body, sofern dieser ein gültiges JSON-Objekt ist. Bei leerem oder nicht-JSON-Body wird ''nil'' übergeben.
Den JSON-Körper liest ''oReader'' über '''Pfade'''. Es gibt keine Unterobjekte im
Skript, keinen Cast, kein ''.Items[i]'' - und damit auch keine Lebensdauer, um die
sich jemand kümmern müsste.


{{Hinweis|'''Generics funktionieren im Skript nicht.''' Aus Delphi bekannte
{| class="wikitable"
Schreibweisen wie ''oBody.TryGetValue&lt;string&gt;('feld', cVar)'' lassen sich nicht
! Aufruf !! Bedeutung
übersetzen. Gelesen wird über ''GetValue''.}}
|-
| <code>oReader.Str('betreff', cWert)</code> || Liest den Wert. '''Rückgabe Boolean''': war das Feld da? Fehlt es, bleibt die Variable unverändert
|-
| <code>oReader.Int('menge', nWert)</code> || dito, Ganzzahl
|-
| <code>oReader.Num('preis', nWert)</code> || dito, Kommazahl. '''Der Dezimalpunkt aus JSON wird richtig gelesen''' - kein ''StrTran'' mehr
|-
| <code>oReader.Bool('aktiv', lWert)</code> || dito, Boolean
|-
| <code>oReader.NumDef('rabatt', nWert, 0)</code> || wie ''Num'', mit Vorgabewert
|-
| <code>oReader.Has('feld')</code> || Ist das Feld vorhanden? (auch bei ''null'')
|-
| <code>oReader.Count('zeiten')</code> || Anzahl Einträge einer Liste, 0 wenn keine Liste
|-
| <code>oReader.IsArr('zeiten')</code> / <code>IsObj('zeiten[0]')</code> || Gestalt prüfen
|-
| <code>oReader.Keys()</code> || Alle Feldnamen der obersten Ebene, in Kommas eingefasst
|}


''GetValue'' liefert ''nil'', wenn das Feld im Body '''nicht enthalten''' ist -
'''Verschachtelung steht im Pfad''' - Punkt für Felder, eckige Klammern für Listen:
daran lässt sich „nicht gesendet" von „leer gesendet" unterscheiden. Der Wert ist
immer ein '''String''' und wird bei Bedarf selbst gewandelt.
 
cUser := '';
cPass := '';
if (Assigned(oBody)) then begin
    oVal := oBody.GetValue('username');
    if (Assigned(oVal)) then begin
        cUser := oVal.Value;
    end;
    oVal := oBody.GetValue('password');
    if (Assigned(oVal)) then begin
        cPass := oVal.Value;
    end;
end;
 
Bei mehr als zwei Feldern lohnt eine kleine Hilfsfunktion, die das Muster einmal
kapselt:


<syntaxhighlight lang="pascal" line>
<syntaxhighlight lang="pascal" line>
function _BodyStr(oBody: TJSONObject; const cFeld: string): string;
procedure Put(oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
var oVal: TJSONValue;
var cVon : string;
    nAnz : Integer;
    nI  : Integer;
begin
begin
     result := '';
     nAnz := oReader.Count('zeiten');
     if (oBody = nil) then begin
     for nI := 0 to nAnz - 1 do begin
         exit;
         if (oReader.Str('zeiten[' + IntToStr(nI) + '].von', cVon)) then begin
    end;
            // ... cVon verarbeiten ...
    oVal := oBody.GetValue(cFeld);
         end;
    if (Assigned(oVal)) then begin
         result := oVal.Value;
     end;
     end;
end;
end;
// Aufruf:
cBetreff := _BodyStr(oBody, 'betreff');
</syntaxhighlight>
</syntaxhighlight>


Andere Typen entstehen aus dem String:
{{Hinweis|'''Der Rückgabewert unterscheidet „nicht gesendet" von „leer
 
gesendet".''' <code>oReader.Str('feld', cWert)</code> liefert bei
{| class="wikitable"
<code>"feld": null</code> ''true'' mit leerem Wert und bei fehlendem Feld
! Zieltyp !! Umwandlung
''false''. Genau diese Unterscheidung braucht ein PATCH-artiger Aufruf: „Feld
|-
löschen" und „Feld nicht anfassen" sehen sonst gleich aus.}}
| Ganzzahl || <code>iVal(_BodyStr(oBody, 'menge'))</code>
|-
| Kommazahl || <code>fVal(StrTran(_BodyStr(oBody, 'preis'), '.', ','))</code> - '''JSON liefert den Dezimalpunkt''', ''fVal'' erwartet die lokale Notation
|-
| Boolean || <code>Lower(_BodyStr(oBody, 'aktiv')) = 'true'</code>
|-
| Datum/Zeit || ISO-8601-String selbst zerlegen (''CToDT'' erwartet das deutsche Format)
|}


Maximale Body-Grösse: 10 MB.
Ist gar kein Körper gesendet worden, liefert jeder Leser ''false'' und
''HasBody()'' ist ''false''. Maximale Body-Grösse: 10 MB.


===Reservierte _OBS_-Parameter===
===Werte des Servers===


Bei aktiver JWT-Authentifizierung stehen die Token-Claims als Parameter zur Verfügung:
Bei aktiver JWT-Authentifizierung stehen die Token-Claims über den Reader zur
Verfügung. Sie tragen intern weiterhin die Namen mit Präfix '''_OBS_''' - im
Skript werden sie aber über die Zugriffe der Tabelle oben gelesen und nicht mehr
über den Namen:


{| class="wikitable"
{| class="wikitable"
! Parameter            !! Inhalt
! Parameter            !! Inhalt
|-
|-
| _OBS_JWT_ID         || JWT-Id (''jti''-Claim) - typisch die User-Id. '''Muss nicht eindeutig sein''': die Sitzung führt der Server über eigene Kennungen (siehe unten)
| <code>oReader.Param('_OBS_JWT_ID')</code> || JWT-Id (''jti''-Claim) - typisch die User-Id. '''Muss nicht eindeutig sein''': die Sitzung führt der Server über eigene Kennungen (siehe unten)
|-
|-
| _OBS_JWT_SUBJECT    || Subject (''sub''-Claim) - typisch Benutzername
| <code>oReader.Subject()</code> || Subject (''sub''-Claim) - typisch Benutzername
|-
|-
| _OBS_JWT_AUDIENCE   || Audience (''aud''-Claim) - typisch Mandant / Rolle
| <code>oReader.Param('_OBS_JWT_AUDIENCE')</code> || Audience (''aud''-Claim) - typisch Mandant / Rolle
|-
|-
| _OBS_JWT_CLAIM_&lt;name&gt; || Beliebiger Custom-Claim des Tokens (z.B. _OBS_JWT_CLAIM_tenant, _OBS_JWT_CLAIM_roles); im Folge-Skript lesbar
| <code>oReader.Claim('tenant')</code> || Beliebiger Custom-Claim des Tokens, hier ''tenant''; im Folge-Skript lesbar
|-
|-
| _OBS_TRACE_ID        || Korrelations-ID des Requests (auch als Response-Header X-Trace-Id)
| <code>oReader.TraceId()</code> || Korrelations-ID des Requests (auch als Response-Header X-Trace-Id)
|}
|}


Zeile 138: Zeile 164:
! Parameter            !! Inhalt
! Parameter            !! Inhalt
|-
|-
| _OBS_SERVER_TIME     || Aktuelle Serverzeit als ISO-8601 '''mit UTC-Offset''' (z.B. ''2026-08-17T09:12:33+02:00''). Nützlich, um Datumswerte in derselben Zeitzone auszuliefern, in der der Server arbeitet, und damit ein Client seinen Uhren-Versatz bestimmen kann
| <code>oReader.Param('_OBS_SERVER_TIME')</code> || Aktuelle Serverzeit als ISO-8601 '''mit UTC-Offset''' (z.B. ''2026-08-17T09:12:33+02:00''). Nützlich, um Datumswerte in derselben Zeitzone auszuliefern, in der der Server arbeitet, und damit ein Client seinen Uhren-Versatz bestimmen kann
|-
|-
| _OBS_JWT_EXP_SEC     || Laufzeit des Access-Tokens in Sekunden (''JWT-Exp'' × 60). Damit kann ein Konfigurations-Endpunkt denselben Wert ausliefern, den der Token wirklich hat
| <code>oReader.Offset()</code> || Nur der Offset daraus, z.B. ''+02:00''. Er geht in die Zeitfunktionen (siehe [[#Zeitangaben auf der Leitung|Zeitangaben]])
|-
| <code>oReader.Param('_OBS_JWT_EXP_SEC')</code> || Laufzeit des Access-Tokens in Sekunden (''JWT-Exp'' × 60). Damit kann ein Konfigurations-Endpunkt denselben Wert ausliefern, den der Token wirklich hat
|}
|}


Zeile 146: Zeile 174:


Zusätzlich trägt jedes Token zwei '''Sitzungskennungen des Servers''', lesbar als
Zusätzlich trägt jedes Token zwei '''Sitzungskennungen des Servers''', lesbar als
''_OBS_JWT_CLAIM_sid'' und ''_OBS_JWT_CLAIM_rid'':
''oReader.Claim('sid')'' und ''oReader.Claim('rid')'':


{| class="wikitable"
{| class="wikitable"
Zeile 157: Zeile 185:


Beide sind OBS-UIDs (10 Zeichen) und werden vom Server '''nach''' den Claims des
Beide sind OBS-UIDs (10 Zeichen) und werden vom Server '''nach''' den Claims des
Skripts gesetzt - ein Skript kann sie also auch mit ''_OBS_JWT_CLAIM_sid'' nicht
Skripts gesetzt - ein Skript kann sie also auch mit einem eigenen Claim ''sid''
überschreiben. Für Fachlogik sind sie nicht gedacht; sie sind nützlich, um eine
nicht überschreiben. Für Fachlogik sind sie nicht gedacht; sie sind nützlich, um eine
Sitzung im Protokoll wiederzufinden.
Sitzung im Protokoll wiederzufinden.


===Pfad-Parameter===
===Pfad-Parameter===


Stammt der Endpunkt aus einem Pfad-Template mit Platzhaltern (siehe [[OBS/Kostenpflichtige Module/RESTServer/Endpunkte|Endpunkte]]), stehen die aus den Platzhaltern erfassten Werte als reservierte Parameter mit Präfix '''_OBS_PATH_''' in ''oParams'' bereit:
Stammt der Endpunkt aus einem Pfad-Template mit Platzhaltern (siehe [[OBS/Kostenpflichtige Module/RESTServer/Endpunkte|Endpunkte]]), stehen die aus den Platzhaltern erfassten Werte über ''oReader.Path'' bereit:


{| class="wikitable"
{| class="wikitable"
! Template !! Zugriff im Skript
! Template !! Zugriff im Skript
|-
|-
| <code>/orders/{uid}</code> || ''oParams.Values['_OBS_PATH_uid']''
| <code>/orders/{uid}</code> || <code>oReader.Path('uid')</code>
|-
|-
| <code>/orders/{uid}/modules/{code}</code> || ''oParams.Values['_OBS_PATH_uid']'', ''oParams.Values['_OBS_PATH_code']''
| <code>/orders/{uid}/modules/{code}</code> || <code>oReader.Path('uid')</code>, <code>oReader.Path('code')</code>
|}
|}


Da der Präfix ''_OBS_'' für von aussen gelieferte Header- und Query-Parameter gesperrt ist, sind diese Werte nicht durch den Client fälschbar. Ein vollständiges Beispiel zeigt [[OBS/Kostenpflichtige Module/RESTServer/Beispiel4|Beispiel 4 - Pfad-Parameter]].
Diese Werte kommen aus dem Routing und sind durch den Client nicht fälschbar. Ein vollständiges Beispiel zeigt [[OBS/Kostenpflichtige Module/RESTServer/Beispiel4|Beispiel 4 - Pfad-Parameter]].


===Datei-Uploads===
===Datei-Uploads===
Zeile 180: Zeile 208:
[[OBS/Kostenpflichtige Module/RESTServer/Endpunkte|Endpunkte]]), nimmt der Server
[[OBS/Kostenpflichtige Module/RESTServer/Endpunkte|Endpunkte]]), nimmt der Server
hochgeladene Dateien entgegen, legt sie in einem temporären Verzeichnis ab und
hochgeladene Dateien entgegen, legt sie in einem temporären Verzeichnis ab und
übergibt dem Skript Pfad, Originalname und Content-Type über reservierte
übergibt dem Skript Pfad, Originalname und Content-Type über den Reader. Das
Parameter. Das Skript entscheidet selbst über die weitere Verarbeitung (z.B.
Skript entscheidet selbst über die weitere Verarbeitung (z.B. DMS-Ablage). Der
DMS-Ablage). Der Body wird in diesem Fall '''nicht''' als JSON geparst - ''oBody''
Body wird in diesem Fall '''nicht''' als JSON geparst - ''oReader.HasBody()'' ist
ist ''nil''. Es gilt nicht das JSON-Body-Limit (10&nbsp;MB), sondern die pro
''false''. Es gilt nicht das JSON-Body-Limit (10&nbsp;MB), sondern die pro
Endpunkt konfigurierte Grösse (''re_upload_size'', Standard 25&nbsp;MB;
Endpunkt konfigurierte Grösse (''re_upload_size'', Standard 25&nbsp;MB;
Überschreitung -> 413).
Überschreitung -> 413).


Beide Übertragungsarten - <code>multipart/form-data</code> und der resumable
'''Wie die Datei übertragen wurde, spielt für das Skript keine Rolle.''' Beide
<code>Content-Range</code>-Upload - liefern dem Skript dieselben Parameter:
Wege - <code>multipart/form-data</code> und der resumable
<code>Content-Range</code>-Upload - liefern dieselben vier Werte. Das
Übertragungsprotokoll samt Header, Statuscodes und Resume-Verhalten steht in
[[OBS/Kostenpflichtige Module/RESTServer/Datei-Upload|Datei-Upload]]:


{| class="wikitable"
{| class="wikitable"
! Parameter !! Inhalt
! Aufruf !! Inhalt
|-
|-
| _OBS_UPLOAD_PATH || Vollständiger Pfad zur temporären Datei auf dem Server
| <code>oReader.UploadPath()</code> || Vollständiger Pfad zur temporären Datei auf dem Server
|-
|-
| _OBS_UPLOAD_NAME || Originaldateiname
| <code>oReader.UploadName()</code> || Originaldateiname
|-
|-
| _OBS_UPLOAD_CONTENTTYPE || Content-Type der Datei (Default <code>application/octet-stream</code>, wenn der Client keinen angibt)
| <code>oReader.UploadType()</code> || Content-Type der Datei (Default <code>application/octet-stream</code>, wenn der Client keinen angibt), kleingeschrieben
|-
|-
| _OBS_UPLOAD_SHA256 || SHA-256 der '''gespeicherten''' Datei, hex in Kleinbuchstaben. Damit lässt sich eine vom Client mitgesendete Prüfsumme vergleichen - erst dieser Vergleich macht aus ihr eine Zusicherung
| <code>oReader.UploadSha()</code> || SHA-256 der '''gespeicherten''' Datei, hex in Kleinbuchstaben. Damit lässt sich eine vom Client mitgesendete Prüfsumme vergleichen - erst dieser Vergleich macht aus ihr eine Zusicherung
|}
|}


Der '''Dateiname ist Pflicht'''. Fehlt er, lehnt der Server den Upload mit
Der '''Dateiname ist Pflicht'''. Fehlt er, lehnt der Server den Upload mit
'''400 Bad Request''' ab und das Skript wird nicht ausgeführt - das Skript kann
'''400 Bad Request''' ab und das Skript wird nicht ausgeführt - das Skript kann
sich also darauf verlassen, dass ''_OBS_UPLOAD_PATH'' und ''_OBS_UPLOAD_NAME''
sich also darauf verlassen, dass ''UploadPath()'' und ''UploadName()'' gefüllt
gesetzt sind, sobald es läuft.
sind, sobald es läuft.


{{Hinweis|Die temporäre Datei wird nicht automatisch verschoben. Das Skript muss sie an ihren Zielort (DMS, Verzeichnis, ...) übernehmen.}}
{{Hinweis|Die temporäre Datei wird nicht automatisch verschoben. Das Skript muss sie an ihren Zielort (DMS, Verzeichnis, ...) übernehmen.}}


====Einfacher Upload (multipart/form-data)====
Zusatzangaben, die im selben Aufruf mitkommen, liest das Skript mit
<code>oReader.Form('&lt;name&gt;')</code> - bei <code>multipart/form-data</code> sind
das die Partien ohne <code>filename=</code>. Ein vollständiges Beispiel zeigt
[[OBS/Kostenpflichtige Module/RESTServer/Beispiel6|Beispiel 6]].


Eine Datei pro Request. Name und Content-Type stammen aus der
==Die Antwort schreiben: oWriter==
<code>Content-Disposition</code> der Datei-Partie (<code>filename=</code>). Der
Server speichert die erste Datei-Partie und ruft das Skript auf.


Die '''übrigen Partien''' des Formulars - alles ohne <code>filename=</code> -
Der Writer schreibt '''sequentiell''': jeder Aufruf hängt ein Feld an, an der
übergibt der Server als <code>_OBS_FORM_&lt;name&gt;</code>. Der Wert ist UTF-8 und
Stelle, an der er steht. Die äussere Klammer der Antwort setzt der Server. Wird
auf 1024 Zeichen begrenzt, der Name auf Buchstaben, Ziffern und Unterstrich
nichts geschrieben, antwortet er mit ''{}''. Content-Type ist
reduziert. Zusatzangaben lassen sich damit im selben Request mitschicken, ohne sie
''application/json; charset=utf-8'', der Status 200, sofern das Skript nichts
an die URL zu hängen:
anderes setzt.
 
Einfaches Beispiel:


<syntaxhighlight lang="pascal" line>
<syntaxhighlight lang="pascal" line>
function Post(oParams: TStrings; oBody: TJSONObject): string;
procedure Get(oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
var oRes : TJSONObject;
    cPfad: string;
    cName: string;
    cTyp : string;
begin
begin
     oRes := TJSONObject.Create();
     oWriter.Str('wert_string', '123');
    try
    oWriter.Int('wert_int'   , 456);
        cPfad := oParams.Values['_OBS_UPLOAD_PATH'];
        cName := oParams.Values['_OBS_UPLOAD_NAME'];
        cTyp  := oParams.Values['_OBS_UPLOAD_CONTENTTYPE'];
 
        // ... Datei aus cPfad ins DMS / Zielverzeichnis uebernehmen ...
 
        oRes.AddPair('status'   , 'ok');
        oRes.AddPair('dateiname', cName);
        result := oRes.ToJSON();
    finally
        MyFreeAndNil(oRes);
    end;
end;
end;
</syntaxhighlight>
</syntaxhighlight>
====Resumable/Chunked Upload (Content-Range)====
Für grosse Dateien überträgt der Client die Datei in Teilstücken (Chunks) mit dem
Header <code>Content-Range: bytes START-END/TOTAL</code>. Der Server hängt die
Chunks '''sequentiell''' an eine Session-Datei an und behandelt unvollständige
Uploads selbst - das Endpunkt-Skript läuft '''erst beim vollständigen Upload'''
(dann mit gesetztem ''_OBS_UPLOAD_PATH'', ''_OBS_UPLOAD_NAME'' und
''_OBS_UPLOAD_CONTENTTYPE'').
Name und Content-Type sind im <code>Content-Range</code>-Protokoll nicht enthalten;
der Client liefert sie deshalb '''im ersten Chunk''' über den Header
<code>Upload-Metadata</code> (Format wie bei tus: kommagetrennte Paare
<code>schlüssel base64wert</code>, Werte Base64-kodiert):
<pre>
Upload-Metadata: filename ZmlsZS5wZGY=,filetype YXBwbGljYXRpb24vcGRm
</pre>
Erkannt werden die Schlüssel <code>filename</code> (Pflicht) und
<code>filetype</code> (optional). Fehlt <code>filename</code> im ersten Chunk,
wird der Upload mit '''400''' abgelehnt, ohne dass eine Datei angelegt wird.
Folge-Chunks und Statusabfragen müssen die Metadaten nicht erneut senden.
Ablauf (vom Client gesteuert, der Server antwortet jeweils):


{| class="wikitable"
{| class="wikitable"
! Request !! Server-Antwort
! Aufruf !! Ergebnis
|-
| <code>oWriter.Str('name', cWert)</code> || Zeichenkette, immer maskiert
|-
|-
| Erster Chunk <code>Content-Range: bytes 0-1048575/5000000</code> + <code>Upload-Metadata</code> || '''308''' Resume Incomplete + Header <code>Upload-Id</code>, <code>Upload-Offset</code>, <code>Range</code>
| <code>oWriter.StrN('name', cWert)</code> || wie ''Str'', aber '''null''' statt einer leeren Zeichenkette
|-
|-
| weitere Chunks (jeweils <code>Upload-Id</code> mitsenden) || '''308''' mit aktualisiertem <code>Upload-Offset</code>
| <code>oWriter.Int('anz', nWert)</code> || Ganzzahl
|-
|-
| letzter Chunk (Bereich erreicht TOTAL) || normale Skript-Antwort (z.B. '''200'''/'''201''')
| <code>oWriter.Num('preis', nWert, 2)</code> || Kommazahl mit fester Stellenzahl. '''Immer mit Dezimalpunkt''', unabhängig von der Locale des Servers
|-
|-
| Statusabfrage <code>Content-Range: bytes */5000000</code> || aktueller <code>Upload-Offset</code>, ohne anzuhängen (Resume)
| <code>oWriter.Bool('aktiv', lWert)</code> || ''true'' / ''false''
|}
 
{| class="wikitable"
! Header !! Richtung !! Bedeutung
|-
|-
| Content-Range || Request || <code>bytes START-END/TOTAL</code>; <code>bytes */TOTAL</code> nur als Statusabfrage
| <code>oWriter.Null('lat')</code> || ausdrücklich ''null''
|-
|-
| Upload-Metadata || Request || tus-Metadaten im ersten Chunk: <code>filename</code> (Pflicht), <code>filetype</code> (optional), Base64-kodiert
| <code>oWriter.ObjBegin('kunde')</code> <code>oWriter.ObjEnd</code> || Unterobjekt
|-
|-
| Upload-Id || Request/Response || Session-Kennung. Fehlt sie im ersten Request, erzeugt der Server eine und gibt sie zurück; alle Folge-Chunks müssen sie mitsenden.
| <code>oWriter.ArrBegin('dateien')</code> … <code>oWriter.ArrEnd</code> || Liste
|-
|-
| Upload-Offset || Response || Anzahl der bereits gespeicherten Bytes (= Startoffset des nächsten Chunks)
| <code>oWriter.RootArr()</code> || Die '''Wurzel''' ist eine Liste statt eines Objekts. Muss vor dem ersten Feld stehen; ein ''ArrEnd'' gibt es dazu nicht
|-
|-
| Range || Response || Bereits gespeicherter Bereich (<code>bytes=0-N</code>)
| <code>oWriter.Raw('meta', cJson')</code> || Fertiges JSON-Fragment einbetten. Siehe unten
|}
|}


Der Server hängt einen Chunk '''nur an, wenn START dem bereits gespeicherten Stand
'''In einer Liste hat ein Eintrag keinen Namen''' - der leere Feldname ist genau
entspricht'''. Bei Abweichung (doppelter Chunk, Lücke) wird nicht angehängt,
das:
sondern der aktuelle ''Upload-Offset'' zurückgemeldet - der Client setzt ab dort
neu auf. Eine separate Statusabfrage ist für ein Resume daher nicht zwingend nötig.


Überschreitet ein Chunk bzw. die Gesamtgrösse das Limit (''re_upload_size''),
<syntaxhighlight lang="pascal" line>
antwortet der Server mit '''413 Payload Too Large'''.
oWriter.ArrBegin('dateien');
    while (not q.EoF) do begin
        oWriter.ObjBegin('');
            oWriter.Str ('uid'      , q.A2C('f_uid'));
            oWriter.Int ('bytes'    , q.A2I('f_bytes'));
            oWriter.StrN('kategorie', AllTrim(q.A2C('f_kat')));  // null wenn leer
        oWriter.ObjEnd;
        q.Next();
    end;
oWriter.ArrEnd;
</syntaxhighlight>


{{Hinweis|Der Upload-Status liegt prozesslokal im Speicher. Nach einem Neustart des Servers muss ein unvollständiger Upload neu begonnen werden.}}
Ein Name in einer Liste und ein fehlender Name in einem Objekt sind beides
'''Strukturfehler'''. Der Server antwortet dann mit '''500''' und nennt die
Stelle im Protokoll - er liefert kein halbes JSON aus. Dasselbe gilt für einen
Stapel, der am Ende der Methode noch offen ist.


==Rückgabe==
{{Hinweis|'''Ein Helfer bekommt den Writer als Parameter''' und schreibt an der
Stelle hinein, an der er aufgerufen wird - er gibt kein Fragment zurück. Damit
steht die Reihenfolge der Antwort im Code und nicht im Zusammenbau:


Die Rückgabe ist immer ein '''JSON-String'''. Wird ein leerer String zurückgegeben, antwortet der Server automatisch mit ''{}''. Der Server setzt Content-Type auf ''application/json; charset=utf-8'' und Status auf 200, sofern das Skript nicht selbst einen Fehler signalisiert.
<code>procedure DateienSchreiben(oWriter: TxRestWriter; const cNr: string);</code>}}


Einfaches Beispiel:
'''Raw ist der Notausgang und prüft.''' Er parst das Fragment und bettet den
'''Originaltext''' ein; ungültiges JSON gibt einen Serverfehler, der das Feld
nennt. Gebraucht wird er für ein gespeichertes, '''signiertes''' Dokument:
Parsen und Neuserialisieren würde die signierte Feldreihenfolge zerstören.
 
===Zeitangaben auf der Leitung===
 
Zeitstempel gehen als '''ISO-8601 mit Offset''' über die Leitung. Die Wandlung
gehört nicht ins Skript - dort saß der Fehler „zwei Stunden zu früh" an drei
Stellen gleichzeitig:


<syntaxhighlight lang="pascal" line>
{| class="wikitable"
function Get(oParams: TStrings; oBody: TJSONObject): string;
! Aufruf !! Zweck
var oRes: TJSONObject;
|-
begin
| <code>RestIsoFromDate(dWert, cOffset)</code> || OBS-Zeitpunkt -> ''2026-09-09T14:12:00+02:00''. Leerer String bei leerem Datum
    oRes := TJSONObject.Create();
|-
    try
| <code>RestDateFromIso(cWert, cOffset)</code> || ISO-Zeichenkette -> OBS-Zeitpunkt in '''Ortszeit des Servers'''
        oRes.AddPair('wert_string', '123');
|-
        oRes.AddPair('wert_int'   , 456);
| <code>oReader.Offset()</code> || Der Offset, der in beide hineingeht
        result := oRes.ToJSON();
|-
    finally
| <code>RestOffsetToMinutes(cOffset)</code> || Offset in Minuten, für eigene Rechnungen
        MyFreeAndNil(oRes);
|}
    end;
end;
</syntaxhighlight>


==Antwort steuern: Statuscode, Header, traceId==
==Antwort steuern: Statuscode, Header, traceId==


Ein Skript kann den HTTP-Statuscode und beliebige Response-Header über reservierte Felder in der Antwort setzen. Der Server wertet sie aus und entfernt sie vor dem Senden aus dem Body.
Statuscode, Header und das Sperren einer Sitzung laufen über eigene Aufrufe des
Writers, '''nicht''' über Felder im Körper.


{| class="wikitable"
{| class="wikitable"
! Antwort-Feld !! Wirkung
! Aufruf !! Wirkung
|-
| <code>oWriter.Status(201)</code> || HTTP-Statuscode (z.B. 201, 204, 400, 409, 422). Ohne Angabe: 200
|-
| <code>oWriter.Header('ETag', '7')</code> || Beliebiger Response-Header, z.B. ETag, Location, Retry-After. CR/LF in Namen und Werten werden entfernt (Schutz vor Header-Injection)
|-
| <code>oWriter.NoBody()</code> || Kein Körper - für '''204'''
|-
|-
| _OBS_HTTP_STATUS (Zahl) || HTTP-Statuscode (z.B. 201, 204, 400, 409, 422). Ohne Angabe: 200. Bei 204 wird kein Body gesendet.
| <code>oWriter.JwtRevoke('session')</code> || Sperrt die Sitzung des vorgelegten Tokens (''session'') oder alle Sitzungen des Subjects (''all''). Damit wird ein Endpunkt zum Logout, ohne eigene Verwaltung. Scheitert das Sperren, antwortet der Server mit '''503''' statt mit der Antwort des Skripts - siehe [[OBS/Kostenpflichtige Module/RESTServer/Zugaenge|Zugänge]], Abschnitt Abmelden
|-
|-
| _OBS_HEADERS (Objekt) || Beliebige Response-Header, z.B. ETag, Location, Retry-After. CR/LF in Namen/Werten werden entfernt (Schutz vor Header-Injection).
| <code>oWriter.Error(422, 'VALIDATION_FAILED', 'Feld „menge" fehlt')</code> || Fertige Fehlerantwort in der Form des Servers, siehe [[#Fehlerbehandlung im Skript|Fehlerbehandlung]]
|-
|-
| _OBS_JWT_REVOKE (Text) || Sperrt die Sitzung des vorgelegten Tokens (''session'') oder alle Sitzungen des Subjects (''all''). Damit wird ein Endpunkt zum Logout, ohne eigene Verwaltung. Scheitert das Sperren, antwortet der Server mit '''503''' statt mit der Antwort des Skripts - siehe [[OBS/Kostenpflichtige Module/RESTServer/Zugaenge|Zugänge]], Abschnitt Abmelden.
| <code>oWriter.HasError()</code> || Steht schon eine Fehlerantwort im Writer? Für einen Verteiler, der danach noch etwas anhängen will
|}
|}


Zusätzlich trägt jede Antwort den Header '''X-Trace-Id''' (Korrelations-ID). Dieselbe ID liegt dem Skript als ''oParams.Values['_OBS_TRACE_ID']'' vor und erscheint in jeder Server-Fehler-Logzeile in '''RESTSRV_PROTO''' - so lässt sich ein Fehler ohne Gerätezugriff im Log wiederfinden.
Zusätzlich trägt jede Antwort den Header '''X-Trace-Id''' (Korrelations-ID). Dieselbe ID liegt dem Skript als ''oReader.TraceId()'' vor und erscheint in jeder Server-Fehler-Logzeile in '''RESTSRV_PROTO''' - so lässt sich ein Fehler ohne Gerätezugriff im Log wiederfinden.


===Beispiel: Anlegen mit 201, Location und ETag===
===Beispiel: Anlegen mit 201, Location und ETag===


<syntaxhighlight lang="pascal" line>
<syntaxhighlight lang="pascal" line>
function Post(oParams: TStrings; oBody: TJSONObject): string;
procedure Post(oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
var oRes, oHdr: TJSONObject;
var cNeueUid: string;
begin
begin
     oRes := TJSONObject.Create();
     // ... Datensatz anlegen, neue UID + Version (ETag) ermitteln ...
    try
        // ... Datensatz anlegen, neue UID + Version (ETag) ermitteln ...
        oHdr := TJSONObject.Create();
        oHdr.AddPair('Location', '/v1/orders/' + cNeueUid);
        oHdr.AddPair('ETag', '1');


        oRes.AddPair('_OBS_HTTP_STATUS', 201);
    oWriter.Str('uid', cNeueUid);
        oRes.AddPair('_OBS_HEADERS', oHdr);
    oWriter.Status(201);
        oRes.AddPair('uid', cNeueUid);
    oWriter.Header('Location', '/v1/orders/' + cNeueUid);
        result := oRes.ToJSON();
    oWriter.Header('ETag'    , '1');
    finally
        MyFreeAndNil(oRes);
    end;
end;
end;
</syntaxhighlight>
</syntaxhighlight>
Zeile 369: Zeile 378:


<syntaxhighlight lang="pascal" line>
<syntaxhighlight lang="pascal" line>
function Post(oParams: TStrings; oBody: TJSONObject): string;
procedure Post(oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
var oRes, oErr: TJSONObject;
var nMenge: Integer;
begin
begin
     oRes := TJSONObject.Create();
     if (not oReader.Int('menge', nMenge)) then begin
    try
         // Statuscode, code, message, uid und traceId in EINEM Aufruf - dieselbe
        oErr := TJSONObject.Create();
         // Huelle, die auch die Server-eigenen Fehler tragen.
        oErr.AddPair('code', 'VALIDATION_FAILED');
         oWriter.Error(422, 'VALIDATION_FAILED', 'Feld "menge" fehlt');
         oErr.AddPair('message', 'Feld "menge" fehlt');
         exit;
         oErr.AddPair('traceId', oParams.Values['_OBS_TRACE_ID']);
 
         oRes.AddPair('_OBS_HTTP_STATUS', 422);
        oRes.AddPair('error', oErr);
         result := oRes.ToJSON();
    finally
        MyFreeAndNil(oRes);
     end;
     end;
    // ...
end;
end;
</syntaxhighlight>
</syntaxhighlight>
Zeile 393: Zeile 396:


<syntaxhighlight lang="pascal" line>
<syntaxhighlight lang="pascal" line>
function Put(oParams: TStrings; oBody: TJSONObject): string;
procedure Put(oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
var oRes, oHdr: TJSONObject;
var nAktuell: Integer;
     nAktuell, nIfMatch: integer;
     nIfMatch: Integer;
begin
begin
     oRes := TJSONObject.Create();
     nAktuell := AuftragVersion(oReader.Path('uid'));
    try
    nIfMatch := iVal(oReader.Param('if-match'));
        nAktuell := AuftragVersion(oParams.Values['_OBS_PATH_uid']);
        nIfMatch := iVal(oParams.Values['if-match']);


        if (nIfMatch <> nAktuell) then begin
    if (nIfMatch <> nAktuell) then begin
            oHdr := TJSONObject.Create();
        // Der ETag gehoert AUCH an die Ablehnung - sonst kennt der Client den
            oHdr.AddPair('ETag', xStr(nAktuell));
        // gueltigen Wert nicht und sein naechster Versuch scheitert wieder.
            oRes.AddPair('_OBS_HTTP_STATUS', 409);
        oWriter.Header('ETag', xStr(nAktuell));
            oRes.AddPair('_OBS_HEADERS', oHdr);
        oWriter.Error(409, 'VERSION_CONFLICT', 'Der Datensatz wurde zwischenzeitlich geaendert');
            oRes.AddPair('error', TJSONObject.Create.AddPair('code', 'VERSION_CONFLICT'));
        exit;
            result := oRes.ToJSON();
    end;
            exit;
        end;


        // ... speichern, Version hochzählen ...
    // ... speichern, Version hochzählen ...
        oHdr := TJSONObject.Create();
    oWriter.Header('ETag', xStr(nAktuell + 1));
        oHdr.AddPair('ETag', xStr(nAktuell + 1));
        oRes.AddPair('_OBS_HEADERS', oHdr);
        result := oRes.ToJSON();
    finally
        MyFreeAndNil(oRes);
    end;
end;
end;
</syntaxhighlight>
</syntaxhighlight>
Zeile 447: Zeile 440:
* '''Die Antwort muss vollständig sein.''' Was zurückgegeben wird, wird eingefroren. Ein Feld, das erst der zweite Aufruf ergänzen würde, kommt beim Konsumenten nie an.
* '''Die Antwort muss vollständig sein.''' Was zurückgegeben wird, wird eingefroren. Ein Feld, das erst der zweite Aufruf ergänzen würde, kommt beim Konsumenten nie an.


{{Hinweis|Vor dieser Server-Funktion mussten Skripte die Idempotenz selbst
abbilden. Solche Skripte laufen unverändert weiter - die Doppelprüfung schadet
nicht, ist aber überflüssig und kann beim nächsten Überarbeiten entfallen.}}


Der vollständige Ablauf und die Statuscodes stehen unter
Der vollständige Ablauf und die Statuscodes stehen unter
Zeile 459: Zeile 449:


<syntaxhighlight lang="pascal" line>
<syntaxhighlight lang="pascal" line>
function Authenticate(oParams: TStrings; oBody: TJSONObject): string;
procedure Authenticate(oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
var oRes  : TJSONObject;
var cUser: string;
    oVal  : TJSONValue;
     cPass: string;
    cUser : string;
     cPass : string;
begin
begin
     oRes := TJSONObject.Create();
     // Eingangsdaten lesen
    try
    cUser := '';
        // Eingangsdaten lesen (Body oder Query-Param)
    cPass := '';
        cUser := '';
    oReader.Str('username', cUser);
        cPass := '';
     oReader.Str('password', cPass);
        if (Assigned(oBody)) then begin
            oVal := oBody.GetValue('username');
            if (Assigned(oVal)) then begin
                cUser := oVal.Value;
            end;
            oVal := oBody.GetValue('password');
            if (Assigned(oVal)) then begin
                cPass := oVal.Value;
            end;
        end;
 
        // Prüfung gegen eigene Tabelle, Hash-Verfahren, LDAP, ...
        if (PasswortPasst(cUser, cPass)) then begin
            oRes.AddPair('status'          , 1);
            oRes.AddPair('_OBS_JWT_ID'     , cUser);
            oRes.AddPair('_OBS_JWT_SUBJECT', cUser);
            oRes.AddPair('_OBS_JWT_AUDIENCE', 'mandant1');
        end else begin
            oRes.AddPair('status', 9);
            oRes.AddPair('error' , 'Login fehlgeschlagen');
        end;


         result := oRes.ToJSON();
    // Prüfung gegen eigene Tabelle, Hash-Verfahren, LDAP, ...
     finally
    if (PasswortPasst(cUser, cPass)) then begin
         MyFreeAndNil(oRes);
        oWriter.Int('status'          , 1);
        oWriter.Str('_OBS_JWT_ID'      , cUser);
        oWriter.Str('_OBS_JWT_SUBJECT' , cUser);
         oWriter.Str('_OBS_JWT_AUDIENCE', 'mandant1');
     end else begin
         oWriter.Int('status', 9);
        oWriter.Str('error' , 'Login fehlgeschlagen');
     end;
     end;
end;
end;
</syntaxhighlight>
</syntaxhighlight>
{{Hinweis|'''Im Anmeldeskript bleiben die _OBS_JWT_*-Felder Felder der
Antwort''' - anders als Status und Header, die zu Aufrufen des Writers geworden
sind. Der Grund: die Token-Ausstellung liest sie aus dem fertigen Körper, und
genau dort erwartet sie sie. Geschrieben werden sie deshalb wie jedes andere
Feld, nur eben mit dem Writer.}}


Rückgabewerte:
Rückgabewerte:
Zeile 561: Zeile 540:
! RÜckgabefeld !! Bedeutung
! RÜckgabefeld !! Bedeutung
|-
|-
| _OBS_JWT_CLAIM_&lt;name&gt; || Beliebiger Custom-Claim, z.B. _OBS_JWT_CLAIM_tenant, _OBS_JWT_CLAIM_roles. Im Folge-Skript lesbar als oParams.Values['_OBS_JWT_CLAIM_&lt;name&gt;'].
| _OBS_JWT_CLAIM_&lt;name&gt; || Beliebiger Custom-Claim, z.B. _OBS_JWT_CLAIM_tenant, _OBS_JWT_CLAIM_roles. Im Folge-Skript lesbar als <code>oReader.Claim('&lt;name&gt;')</code>.
|-
|-
| _OBS_JWT_REFRESH_ID || (optional) jti des Refresh-Tokens. Nur wenn gesetzt, stellt der Server ein Refresh-Token aus.
| _OBS_JWT_REFRESH_ID || (optional) jti des Refresh-Tokens. Nur wenn gesetzt, stellt der Server ein Refresh-Token aus.
Zeile 572: Zeile 551:
  {"token":"...", "refreshToken":"...", "serverTime":"2026-06-29T15:30:12+02:00"}
  {"token":"...", "refreshToken":"...", "serverTime":"2026-06-29T15:30:12+02:00"}


{{Hinweis|Mandant und Rollen immer aus dem Token lesen (''_OBS_JWT_CLAIM_*''), nie aus Body oder Query.}}
{{Hinweis|Mandant und Rollen immer aus dem Token lesen (''oReader.Claim(…)''), nie aus Body oder Query.}}


====Refresh-Methode====
====Refresh-Methode====
Zeile 595: Zeile 574:
wird gesperrt'''. Details in [[OBS/Kostenpflichtige Module/RESTServer/Zugaenge|Zugänge]].
wird gesperrt'''. Details in [[OBS/Kostenpflichtige Module/RESTServer/Zugaenge|Zugänge]].


Das alte Refresh-jti steht weiterhin als ''oParams.Values['_OBS_JWT_ID']'' bereit,
Das alte Refresh-jti steht weiterhin als ''oReader.Param('_OBS_JWT_ID')'' bereit,
falls das Skript es für eigene Protokollierung braucht.
falls das Skript es für eigene Protokollierung braucht.


<syntaxhighlight lang="pascal" line>
<syntaxhighlight lang="pascal" line>
function Refresh(oParams: TStrings; oBody: TJSONObject): string;
procedure Refresh(oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
var oRes : TJSONObject;
var cUser: string;
    cUser: string;
begin
begin
     oRes := TJSONObject.Create();
     cUser := oReader.Subject();
    try
        cUser := oParams.Values['_OBS_JWT_SUBJECT'];


        // Der Server hat das vorgelegte Refresh-Token bereits geprueft und
    // Der Server hat das vorgelegte Refresh-Token bereits geprueft und
        // entwertet. Hier wird nur entschieden, ob der Benutzer die Sitzung
    // entwertet. Hier wird nur entschieden, ob der Benutzer die Sitzung
        // fortsetzen darf - und mit welchen Rechten.
    // fortsetzen darf - und mit welchen Rechten.
        if (not BenutzerAktiv(cUser)) then begin
    if (not BenutzerAktiv(cUser)) then begin
            oRes.AddPair('status', 9);
        oWriter.Int('status', 9);
            oRes.AddPair('error' , 'Konto ist nicht mehr aktiv, bitte neu anmelden');
        oWriter.Str('error' , 'Konto ist nicht mehr aktiv, bitte neu anmelden');
            result := oRes.ToJSON();
        exit;
            exit;
    end;
        end;


        // Rolle und Mandant neu lesen, nicht aus dem alten Token uebernehmen -
    // Rolle und Mandant neu lesen, nicht aus dem alten Token uebernehmen -
        // sonst wirkt ein Rechteentzug erst beim naechsten Login.
    // sonst wirkt ein Rechteentzug erst beim naechsten Login.
        oRes.AddPair('status'              , 1);
    oWriter.Int('status'              , 1);
        oRes.AddPair('_OBS_JWT_ID'          , cUser);
    oWriter.Str('_OBS_JWT_ID'          , cUser);
        oRes.AddPair('_OBS_JWT_SUBJECT'    , cUser);
    oWriter.Str('_OBS_JWT_SUBJECT'    , cUser);
        oRes.AddPair('_OBS_JWT_CLAIM_tenant', TechnikerMandant(cUser));
    oWriter.Str('_OBS_JWT_CLAIM_tenant', TechnikerMandant(cUser));
        oRes.AddPair('_OBS_JWT_CLAIM_roles' , TechnikerRollen(cUser));
    oWriter.Str('_OBS_JWT_CLAIM_roles' , TechnikerRollen(cUser));
        oRes.AddPair('_OBS_JWT_REFRESH_ID'  , GlobalUID());  // loest das neue Refresh-Token aus
    oWriter.Str('_OBS_JWT_REFRESH_ID'  , GlobalUID());  // loest das neue Refresh-Token aus
        result := oRes.ToJSON();
    finally
        MyFreeAndNil(oRes);
    end;
end;
end;
</syntaxhighlight>
</syntaxhighlight>
Zeile 646: Zeile 617:


<syntaxhighlight lang="pascal" line>
<syntaxhighlight lang="pascal" line>
function Post(oParams: TStrings; oBody: TJSONObject): string;
procedure Post(oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
var oRes: TJSONObject;
begin
begin
     oRes := TJSONObject.Create();
     GeraeteRegistrierungLoeschen(oReader.Subject());
    try
        GeraeteRegistrierungLoeschen(oParams.Values['_OBS_JWT_SUBJECT']);


        // 'session' = diese Sitzung, 'all' = alle Sitzungen des Subjects
    // 'session' = diese Sitzung, 'all' = alle Sitzungen des Subjects
        oRes.AddPair('_OBS_JWT_REVOKE' , 'session');
    oWriter.JwtRevoke('session');
        oRes.AddPair('_OBS_HTTP_STATUS', 204);
    oWriter.Status(204);
        result := oRes.ToJSON();
    oWriter.NoBody();
    finally
        MyFreeAndNil(oRes);
    end;
end;
end;
</syntaxhighlight>
</syntaxhighlight>
Zeile 677: Zeile 642:
[[OBS/Kostenpflichtige Module/RESTServer|Übersicht]].
[[OBS/Kostenpflichtige Module/RESTServer|Übersicht]].


Will das Skript einen spezifischen Fehler an den Konsumenten zurückgeben, sollte es
Für einen spezifischen Fehler an den Konsumenten gibt es '''einen''' Aufruf. Er
'''dasselbe Format und einen passenden Statuscode''' verwenden:
baut dieselbe Hülle, die auch die Server-eigenen Fehler tragen - Statuscode,
''code'', ''message'', ''uid'' und ''traceId'' -, sodass beide Wege nicht
auseinanderlaufen können:


<syntaxhighlight lang="pascal" line>
<syntaxhighlight lang="pascal" line>
function Post(oParams: TStrings; oBody: TJSONObject): string;
procedure Post(oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
var oRes, oErr: TJSONObject;
begin
begin
     oRes := TJSONObject.Create();
     if (Empty(oReader.Param('kundennr'))) then begin
    try
        oWriter.Error(422, 'VALIDATION_FAILED', 'Parameter "kundennr" fehlt');
        if (Empty(oParams.Values['kundennr'])) then begin
        exit;
            oErr := TJSONObject.Create();
            oErr.AddPair('code'  , 'VALIDATION_FAILED');
            oErr.AddPair('message', 'Parameter ''kundennr'' fehlt');
            oErr.AddPair('traceId', oParams.Values['_OBS_TRACE_ID']);
 
            oRes.AddPair('_OBS_HTTP_STATUS', 422);
            oRes.AddPair('error', oErr);
            result := oRes.ToJSON();
            exit;
        end;
        // ...
    finally
        MyFreeAndNil(oRes);
     end;
     end;
    // ...
end;
end;
</syntaxhighlight>
</syntaxhighlight>
{{Hinweis|'''Error verwirft einen schon begonnenen Körper''' und setzt seinen
eigenen. Ein Skript darf also getrost Felder schreiben und danach noch
abbrechen - was der Client sieht, ist die Fehlerantwort. Nur ein '''offener
Stapel''' (ein ''ObjBegin'' ohne ''ObjEnd'') bleibt auch dann ein Strukturfehler.}}


{{Hinweis|Ein fachlicher Fehler gehört auf einen '''4xx'''-Statuscode, nicht auf
{{Hinweis|Ein fachlicher Fehler gehört auf einen '''4xx'''-Statuscode, nicht auf
Zeile 902: Zeile 861:
{{Hinweis|Auch hier greift der Endpunkt-Cache: eine Änderung an der Lib wird erst
{{Hinweis|Auch hier greift der Endpunkt-Cache: eine Änderung an der Lib wird erst
nach Ablauf des TTL (bis zu 60 Sekunden) wirksam.}}
nach Ablauf des TTL (bis zu 60 Sekunden) wirksam.}}
===Wohin gehört welcher Code?===
Drei Ebenen, und die Zuordnung entscheidet, wie schnell eine Änderung wirkt:
{| class="wikitable"
! Art des Codes !! Wohin !! Wirksam
|-
| Fachlogik **einer** Anwendung - Feldnamen, Zustandswerte, Rollenregeln, Schreibziele || in die '''DWS-Lib dieser Anwendung''' (eigene Endpunkt-Zeile, per <code>{$L …}</code> eingebunden) || nach Ablauf des Cache-TTL, ohne Build
|-
| Mechanik, die '''mehrere''' Anwendungen brauchen - und auch das OBS-Umfeld || nach '''obs_lib''' als Delphi-Unit || erst nach Build und Rollout
|-
| Mechanik, die '''nur''' der REST-Server braucht || in die Units des Servers || erst nach Build und Rollout
|}
Die Regel hat einen praktischen Grund und keinen ästhetischen: Fachlogik ändert
sich in Tagen, Mechanik in Monaten. Was in der Lib liegt, ist nach einer Minute
aktiv; was in einer Unit liegt, braucht einen Build. Wer Fachlogik nach unten
schiebt, tauscht Geschwindigkeit gegen nichts ein.
{{Hinweis|Eine Anwendung, die ihre eigene Lib hat, kopiert sie '''nicht''' von
einer anderen. Zwei Kopien derselben Lib driften auseinander, und die Abweichung
fällt erst auf, wenn eine der beiden Anwendungen etwas Falsches tut. Geteiltes
gehört eine Ebene tiefer.}}


==Fallstricke im Skript==
==Fallstricke im Skript==
Zeile 913: Zeile 896:
| ''DB_SOpen('Y00…', oDB, …)'' - der AD-UID-Parameter aus dem Delphi-Code || Im Skript '''ohne UID''': <code>DB_SOpen(oDB, cSql, q)</code>. Gleiches gilt für <code>qSqlInit(oDB, 'tab')</code> und <code>qSqlRead(oDB, 'tab', cWhere)</code> - jede dieser Funktionen beginnt mit ''oDB''
| ''DB_SOpen('Y00…', oDB, …)'' - der AD-UID-Parameter aus dem Delphi-Code || Im Skript '''ohne UID''': <code>DB_SOpen(oDB, cSql, q)</code>. Gleiches gilt für <code>qSqlInit(oDB, 'tab')</code> und <code>qSqlRead(oDB, 'tab', cWhere)</code> - jede dieser Funktionen beginnt mit ''oDB''
|-
|-
| ''oBody.TryGetValue&lt;T&gt;(…)'' || Generics gibt es nicht - über ''GetValue'' lesen (siehe oBody)
| ''oReader.Str&lt;T&gt;(…)'' oder irgendein Generic || Generics gibt es in der Skriptsprache nicht. Die Leser sind je Typ eigene Methoden: ''Str'', ''Int'', ''Num'', ''Bool''
|-
| Eine eigene Prozedur ''Delete'' für DELETE || ''Delete'' ist eine '''Standardprozedur''' der Sprache. Die Deklaration lässt sich nicht übersetzen, und die Meldung nennt nur die Zeile - nicht die Ursache
|-
| Ein Helfer, der ein JSON-Fragment als String zurückgibt || Den '''Writer als Parameter''' übergeben und an der richtigen Stelle hineinschreiben. Fragmente von Hand zusammenzusetzen ist genau der Weg, auf dem die Reihenfolge und die Klammern verloren gingen
|-
| ''oWriter.ArrEnd'' nach ''RootArr'' || ''RootArr'' öffnet '''keine''' Ebene, es bestimmt nur die Klammer der Wurzel. Ein ''ArrEnd'' dazu ist ein Strukturfehler
|-
| Zahlen selbst formatieren (''NStr'', ''StrTran'') || <code>oWriter.Num('preis', nWert, 2)</code>. Selbst formatiert stand bei Werten ab 1000 der Tausendertrenner im JSON - gültiges JSON, falscher Wert, keine Meldung
|-
|-
| ''EMPTY_DATE'' für ein leeres Datum || ''EMPTY_DATE'' ist im Skript ein '''String'''. Für Datumsvariablen und -vergleiche '''MINDATETIME''' verwenden
| ''EMPTY_DATE'' für ein leeres Datum || ''EMPTY_DATE'' ist im Skript ein '''String'''. Für Datumsvariablen und -vergleiche '''MINDATETIME''' verwenden
Zeile 943: Zeile 934:
* ''Base.DB'' / ''Base.xQuery'' - Datenbank-Operationen
* ''Base.DB'' / ''Base.xQuery'' - Datenbank-Operationen
* ''Base.qSqlReg'' - Schreibzugriffe
* ''Base.qSqlReg'' - Schreibzugriffe
* ''System.JSON'' - JSON-Objekte und -Arrays
* ''lib_ScriptIO'' - Writer und Reader, siehe unten. '''System.JSON braucht ein Endpunkt-Skript nicht''' - der Writer erzeugt die Antwort, der Reader liest den Körper
* ''Base.ToolsConst'' - Konstanten wie ''CRLF'', ''SINGELQUOTE'', ''MINDATETIME''
* ''Base.ToolsConst'' - Konstanten wie ''CRLF'', ''SINGELQUOTE'', ''MINDATETIME''
* ''lib_ScriptIO'' - ''TxRestWriter'', ''TxRestReader'' und die Zeitfunktionen ''RestIsoFromDate'' / ''RestDateFromIso'' / ''RestOffsetToMinutes''. Writer und Reader bekommt das Skript als Parameter; die Zeitfunktionen ruft es direkt


Die wichtigsten Aufrufe mit ihren Skript-Signaturen:
Die wichtigsten Aufrufe mit ihren Skript-Signaturen:

Aktuelle Version vom 9. September 2026, 13:31 Uhr

Kostenpflichtige Module

Internet-Shop
UPS
IMS Professional
SMS
Mehrlager-Verwaltung
Mehrsprachen Modul
Multilanguage Modul
EVA Marketing Tool
Termin-Projekte
Edifact-Schnittstelle
Backup Überwachung Email
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DeliSprint / DPD
Filialen
Cashback
Moebelschnittstelle
Dokumenten Manager
DocuWare-Schnittstelle
OFML-Kalkulation
Versicherungsschaden
Gutschriftsanzeigen
Kameraverwaltung
DataInOut
OpenMasterData / IDS
Sammelpositionen



Anleitung für Endpunkt-Skripte

Jede Anfrage an einen Endpunkt wird nach erfolgreicher Authentifizierung und Autorisierung an das hinterlegte Skript weitergegeben. Das Skript ist in Object Pascal geschrieben und greift auf die OBS-Bibliothek (DB-Zugriff, Hilfsfunktionen) zu.

Sicherheitshinweise

HINWEIS: Endpunkt-Skripte verarbeiten Daten aus dem Internet. Übergabeparameter dürfen niemals ungeprüft in SQL-Anweisungen eingebaut werden. Werte immer über DB_SQLVal bzw. Parameter-Bindings absichern, Eingabewerte gegen Whitelists prüfen.
  • Eingaben gegen erwartete Werte prüfen (z.B. Pflichtfelder, erlaubte Typen, Wertebereiche).
  • Nur das zurückgeben, was der Konsument wirklich braucht - keine internen IDs, keine Sys-Felder, keine Passwörter.
  • Bei Fehlern keine internen Details an den Konsumenten zurückgeben; stattdessen schreibt der Server ohnehin Detail-Einträge in RESTSRV_PROTO.

Methoden-Signatur

Pro HTTP-Methode wird im Skript eine gleichnamige Prozedur implementiert. Der Server ruft genau die Prozedur auf, die zur Methode des eingehenden Requests passt.

procedure Get   (oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
procedure Post  (oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
procedure Put   (oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
procedure Patch (oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);

Zwei Handles, kein Rückgabewert: oReader ist die Anfrage, oWriter die Antwort. Beide erzeugt der Server, beide gehören ihm - im Skript wird nichts angelegt und nichts freigegeben.

ACHTUNG: DELETE hat keine Skript-Methode. Delete ist in der

Skriptsprache eine Standardprozedur (Löschen aus einer Zeichenkette); eine eigene Prozedur dieses Namens lässt sich nicht übersetzen, und der Fehler nennt nur die Zeile der Deklaration. Wer einen DELETE-Endpunkt braucht, legt die Methode unter

einem anderen Verb ab oder trennt sie in ein eigenes Skript.

Fehlt die zur Methode passende Funktion, antwortet der Server mit 405 Method Not Allowed (METHOD_NOT_ALLOWED) und nennt im Header Allow die Verben, die dieses Skript tatsächlich anbietet - die Liste stammt aus dem kompilierten Skript und kann deshalb nicht veralten:

HTTP/1.1 405 Method Not Allowed
Allow: GET, PUT

Ein im Vertrag zugesagtes Verb braucht also seine Prozedur. Fehlt sie, ist das an der Antwort sofort zu erkennen und kein Serverfehler.


Die Anfrage lesen: oReader

oReader ist der einzige Zugang zur Anfrage - Query, Header, Formularfelder, Pfadwerte, Token-Claims und Körper. Alles davon sind Zeichenketten oder werden über einen typisierten Leser geholt.

Aufruf Was er liefert
oReader.Param('kundennr') Query-Parameter, POST-Parameter (form-urlencoded) oder HTTP-Header. Getrimmt, leer wenn nicht gesendet
oReader.Path('uid') Wert eines Platzhalters aus dem Pfad-Template
oReader.Form('bemerkung') Formularfeld einer multipart/form-data-Übertragung
oReader.Claim('tenant') Custom-Claim des vorgelegten Tokens
oReader.Subject() Subject des Tokens (sub-Claim)
oReader.TraceId() Korrelations-ID des Requests
oReader.Offset() UTC-Offset des Servers, z.B. +02:00
oReader.HasBody() Wurde überhaupt ein JSON-Körper gesendet?

Filterung durch den Server:

  • Geblockte Header werden nicht durchgereicht: authorization, cookie, proxy-authorization, x-forwarded-for, x-real-ip, apikey, api_key.
  • Werte, die von aussen kommen, können die reservierten Namen nicht besetzen.
  • Werte werden auf max. 1024 Zeichen begrenzt.
  • Null-Bytes und Steuerzeichen (ausser Tab, CR, LF) werden entfernt.

Zugriff im Skript:

cKundenNr := oReader.Param('kundennr');
if (not Empty(cKundenNr)) then begin
    // ...
end;

Der Körper: Zugriff über Pfade

Den JSON-Körper liest oReader über Pfade. Es gibt keine Unterobjekte im Skript, keinen Cast, kein .Items[i] - und damit auch keine Lebensdauer, um die sich jemand kümmern müsste.

Aufruf Bedeutung
oReader.Str('betreff', cWert) Liest den Wert. Rückgabe Boolean: war das Feld da? Fehlt es, bleibt die Variable unverändert
oReader.Int('menge', nWert) dito, Ganzzahl
oReader.Num('preis', nWert) dito, Kommazahl. Der Dezimalpunkt aus JSON wird richtig gelesen - kein StrTran mehr
oReader.Bool('aktiv', lWert) dito, Boolean
oReader.NumDef('rabatt', nWert, 0) wie Num, mit Vorgabewert
oReader.Has('feld') Ist das Feld vorhanden? (auch bei null)
oReader.Count('zeiten') Anzahl Einträge einer Liste, 0 wenn keine Liste
oReader.IsArr('zeiten') / IsObj('zeiten[0]') Gestalt prüfen
oReader.Keys() Alle Feldnamen der obersten Ebene, in Kommas eingefasst

Verschachtelung steht im Pfad - Punkt für Felder, eckige Klammern für Listen:

procedure Put(oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
var cVon : string;
    nAnz : Integer;
    nI   : Integer;
begin
    nAnz := oReader.Count('zeiten');
    for nI := 0 to nAnz - 1 do begin
        if (oReader.Str('zeiten[' + IntToStr(nI) + '].von', cVon)) then begin
            // ... cVon verarbeiten ...
        end;
    end;
end;
HINWEIS: Der Rückgabewert unterscheidet „nicht gesendet" von „leer

gesendet". oReader.Str('feld', cWert) liefert bei "feld": null true mit leerem Wert und bei fehlendem Feld false. Genau diese Unterscheidung braucht ein PATCH-artiger Aufruf: „Feld

löschen" und „Feld nicht anfassen" sehen sonst gleich aus.

Ist gar kein Körper gesendet worden, liefert jeder Leser false und HasBody() ist false. Maximale Body-Grösse: 10 MB.

Werte des Servers

Bei aktiver JWT-Authentifizierung stehen die Token-Claims über den Reader zur Verfügung. Sie tragen intern weiterhin die Namen mit Präfix _OBS_ - im Skript werden sie aber über die Zugriffe der Tabelle oben gelesen und nicht mehr über den Namen:

Parameter Inhalt
oReader.Param('_OBS_JWT_ID') JWT-Id (jti-Claim) - typisch die User-Id. Muss nicht eindeutig sein: die Sitzung führt der Server über eigene Kennungen (siehe unten)
oReader.Subject() Subject (sub-Claim) - typisch Benutzername
oReader.Param('_OBS_JWT_AUDIENCE') Audience (aud-Claim) - typisch Mandant / Rolle
oReader.Claim('tenant') Beliebiger Custom-Claim des Tokens, hier tenant; im Folge-Skript lesbar
oReader.TraceId() Korrelations-ID des Requests (auch als Response-Header X-Trace-Id)

Unabhängig von JWT stehen ausserdem immer zur Verfügung:

Parameter Inhalt
oReader.Param('_OBS_SERVER_TIME') Aktuelle Serverzeit als ISO-8601 mit UTC-Offset (z.B. 2026-08-17T09:12:33+02:00). Nützlich, um Datumswerte in derselben Zeitzone auszuliefern, in der der Server arbeitet, und damit ein Client seinen Uhren-Versatz bestimmen kann
oReader.Offset() Nur der Offset daraus, z.B. +02:00. Er geht in die Zeitfunktionen (siehe Zeitangaben)
oReader.Param('_OBS_JWT_EXP_SEC') Laufzeit des Access-Tokens in Sekunden (JWT-Exp × 60). Damit kann ein Konfigurations-Endpunkt denselben Wert ausliefern, den der Token wirklich hat

Diese Werte werden vom Server gesetzt und können vom Skript für Berechtigungs- und Mandantenprüfungen verwendet werden.

Zusätzlich trägt jedes Token zwei Sitzungskennungen des Servers, lesbar als oReader.Claim('sid') und oReader.Claim('rid'):

Claim Inhalt
sid Sitzung. Bleibt über alle Erneuerungen (Refresh) hinweg gleich und ist der Schlüssel für das Abmelden
rid Zeilenkennung des einzelnen Token-Paares in RESTSRV_TOKEN. Bei jeder Erneuerung neu

Beide sind OBS-UIDs (10 Zeichen) und werden vom Server nach den Claims des Skripts gesetzt - ein Skript kann sie also auch mit einem eigenen Claim sid nicht überschreiben. Für Fachlogik sind sie nicht gedacht; sie sind nützlich, um eine Sitzung im Protokoll wiederzufinden.

Pfad-Parameter

Stammt der Endpunkt aus einem Pfad-Template mit Platzhaltern (siehe Endpunkte), stehen die aus den Platzhaltern erfassten Werte über oReader.Path bereit:

Template Zugriff im Skript
/orders/{uid} oReader.Path('uid')
/orders/{uid}/modules/{code} oReader.Path('uid'), oReader.Path('code')

Diese Werte kommen aus dem Routing und sind durch den Client nicht fälschbar. Ein vollständiges Beispiel zeigt Beispiel 4 - Pfad-Parameter.

Datei-Uploads

Ist der Endpunkt für Uploads freigeschaltet (re_upload = 1, siehe Endpunkte), nimmt der Server hochgeladene Dateien entgegen, legt sie in einem temporären Verzeichnis ab und übergibt dem Skript Pfad, Originalname und Content-Type über den Reader. Das Skript entscheidet selbst über die weitere Verarbeitung (z.B. DMS-Ablage). Der Body wird in diesem Fall nicht als JSON geparst - oReader.HasBody() ist false. Es gilt nicht das JSON-Body-Limit (10 MB), sondern die pro Endpunkt konfigurierte Grösse (re_upload_size, Standard 25 MB; Überschreitung -> 413).

Wie die Datei übertragen wurde, spielt für das Skript keine Rolle. Beide Wege - multipart/form-data und der resumable Content-Range-Upload - liefern dieselben vier Werte. Das Übertragungsprotokoll samt Header, Statuscodes und Resume-Verhalten steht in Datei-Upload:

Aufruf Inhalt
oReader.UploadPath() Vollständiger Pfad zur temporären Datei auf dem Server
oReader.UploadName() Originaldateiname
oReader.UploadType() Content-Type der Datei (Default application/octet-stream, wenn der Client keinen angibt), kleingeschrieben
oReader.UploadSha() SHA-256 der gespeicherten Datei, hex in Kleinbuchstaben. Damit lässt sich eine vom Client mitgesendete Prüfsumme vergleichen - erst dieser Vergleich macht aus ihr eine Zusicherung

Der Dateiname ist Pflicht. Fehlt er, lehnt der Server den Upload mit 400 Bad Request ab und das Skript wird nicht ausgeführt - das Skript kann sich also darauf verlassen, dass UploadPath() und UploadName() gefüllt sind, sobald es läuft.

HINWEIS: Die temporäre Datei wird nicht automatisch verschoben. Das Skript muss sie an ihren Zielort (DMS, Verzeichnis, ...) übernehmen.

Zusatzangaben, die im selben Aufruf mitkommen, liest das Skript mit oReader.Form('<name>') - bei multipart/form-data sind das die Partien ohne filename=. Ein vollständiges Beispiel zeigt Beispiel 6.

Die Antwort schreiben: oWriter

Der Writer schreibt sequentiell: jeder Aufruf hängt ein Feld an, an der Stelle, an der er steht. Die äussere Klammer der Antwort setzt der Server. Wird nichts geschrieben, antwortet er mit {}. Content-Type ist application/json; charset=utf-8, der Status 200, sofern das Skript nichts anderes setzt.

Einfaches Beispiel:

procedure Get(oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
begin
    oWriter.Str('wert_string', '123');
    oWriter.Int('wert_int'   , 456);
end;
Aufruf Ergebnis
oWriter.Str('name', cWert) Zeichenkette, immer maskiert
oWriter.StrN('name', cWert) wie Str, aber null statt einer leeren Zeichenkette
oWriter.Int('anz', nWert) Ganzzahl
oWriter.Num('preis', nWert, 2) Kommazahl mit fester Stellenzahl. Immer mit Dezimalpunkt, unabhängig von der Locale des Servers
oWriter.Bool('aktiv', lWert) true / false
oWriter.Null('lat') ausdrücklich null
oWriter.ObjBegin('kunde')oWriter.ObjEnd Unterobjekt
oWriter.ArrBegin('dateien')oWriter.ArrEnd Liste
oWriter.RootArr() Die Wurzel ist eine Liste statt eines Objekts. Muss vor dem ersten Feld stehen; ein ArrEnd gibt es dazu nicht
oWriter.Raw('meta', cJson') Fertiges JSON-Fragment einbetten. Siehe unten

In einer Liste hat ein Eintrag keinen Namen - der leere Feldname ist genau das:

oWriter.ArrBegin('dateien');
    while (not q.EoF) do begin
        oWriter.ObjBegin('');
            oWriter.Str ('uid'      , q.A2C('f_uid'));
            oWriter.Int ('bytes'    , q.A2I('f_bytes'));
            oWriter.StrN('kategorie', AllTrim(q.A2C('f_kat')));   // null wenn leer
        oWriter.ObjEnd;
        q.Next();
    end;
oWriter.ArrEnd;

Ein Name in einer Liste und ein fehlender Name in einem Objekt sind beides Strukturfehler. Der Server antwortet dann mit 500 und nennt die Stelle im Protokoll - er liefert kein halbes JSON aus. Dasselbe gilt für einen Stapel, der am Ende der Methode noch offen ist.

HINWEIS: Ein Helfer bekommt den Writer als Parameter und schreibt an der

Stelle hinein, an der er aufgerufen wird - er gibt kein Fragment zurück. Damit steht die Reihenfolge der Antwort im Code und nicht im Zusammenbau:

procedure DateienSchreiben(oWriter: TxRestWriter; const cNr: string);

Raw ist der Notausgang und prüft. Er parst das Fragment und bettet den Originaltext ein; ungültiges JSON gibt einen Serverfehler, der das Feld nennt. Gebraucht wird er für ein gespeichertes, signiertes Dokument: Parsen und Neuserialisieren würde die signierte Feldreihenfolge zerstören.

Zeitangaben auf der Leitung

Zeitstempel gehen als ISO-8601 mit Offset über die Leitung. Die Wandlung gehört nicht ins Skript - dort saß der Fehler „zwei Stunden zu früh" an drei Stellen gleichzeitig:

Aufruf Zweck
RestIsoFromDate(dWert, cOffset) OBS-Zeitpunkt -> 2026-09-09T14:12:00+02:00. Leerer String bei leerem Datum
RestDateFromIso(cWert, cOffset) ISO-Zeichenkette -> OBS-Zeitpunkt in Ortszeit des Servers
oReader.Offset() Der Offset, der in beide hineingeht
RestOffsetToMinutes(cOffset) Offset in Minuten, für eigene Rechnungen

Antwort steuern: Statuscode, Header, traceId

Statuscode, Header und das Sperren einer Sitzung laufen über eigene Aufrufe des Writers, nicht über Felder im Körper.

Aufruf Wirkung
oWriter.Status(201) HTTP-Statuscode (z.B. 201, 204, 400, 409, 422). Ohne Angabe: 200
oWriter.Header('ETag', '7') Beliebiger Response-Header, z.B. ETag, Location, Retry-After. CR/LF in Namen und Werten werden entfernt (Schutz vor Header-Injection)
oWriter.NoBody() Kein Körper - für 204
oWriter.JwtRevoke('session') Sperrt die Sitzung des vorgelegten Tokens (session) oder alle Sitzungen des Subjects (all). Damit wird ein Endpunkt zum Logout, ohne eigene Verwaltung. Scheitert das Sperren, antwortet der Server mit 503 statt mit der Antwort des Skripts - siehe Zugänge, Abschnitt Abmelden
oWriter.Error(422, 'VALIDATION_FAILED', 'Feld „menge" fehlt') Fertige Fehlerantwort in der Form des Servers, siehe Fehlerbehandlung
oWriter.HasError() Steht schon eine Fehlerantwort im Writer? Für einen Verteiler, der danach noch etwas anhängen will

Zusätzlich trägt jede Antwort den Header X-Trace-Id (Korrelations-ID). Dieselbe ID liegt dem Skript als oReader.TraceId() vor und erscheint in jeder Server-Fehler-Logzeile in RESTSRV_PROTO - so lässt sich ein Fehler ohne Gerätezugriff im Log wiederfinden.

Beispiel: Anlegen mit 201, Location und ETag

procedure Post(oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
var cNeueUid: string;
begin
    // ... Datensatz anlegen, neue UID + Version (ETag) ermitteln ...

    oWriter.Str('uid', cNeueUid);
    oWriter.Status(201);
    oWriter.Header('Location', '/v1/orders/' + cNeueUid);
    oWriter.Header('ETag'    , '1');
end;

Beispiel: Strukturierter Fehler mit Statuscode und traceId

procedure Post(oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
var nMenge: Integer;
begin
    if (not oReader.Int('menge', nMenge)) then begin
        // Statuscode, code, message, uid und traceId in EINEM Aufruf - dieselbe
        // Huelle, die auch die Server-eigenen Fehler tragen.
        oWriter.Error(422, 'VALIDATION_FAILED', 'Feld "menge" fehlt');
        exit;
    end;
    // ...
end;

Beispiel: Optimistic Concurrency (ETag / If-Match)

Mit Statuscode, Headern und dem lesbaren Header If-Match führt das Skript je Datensatz einen Versionszähler und lehnt veraltete Schreibzugriffe mit 409 ab:

procedure Put(oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
var nAktuell: Integer;
    nIfMatch: Integer;
begin
    nAktuell := AuftragVersion(oReader.Path('uid'));
    nIfMatch := iVal(oReader.Param('if-match'));

    if (nIfMatch <> nAktuell) then begin
        // Der ETag gehoert AUCH an die Ablehnung - sonst kennt der Client den
        // gueltigen Wert nicht und sein naechster Versuch scheitert wieder.
        oWriter.Header('ETag', xStr(nAktuell));
        oWriter.Error(409, 'VERSION_CONFLICT', 'Der Datensatz wurde zwischenzeitlich geaendert');
        exit;
    end;

    // ... speichern, Version hochzählen ...
    oWriter.Header('ETag', xStr(nAktuell + 1));
end;

Idempotenz - was das Skript beachten muss

Sendet ein Konsument bei POST/PUT/PATCH/DELETE den Header Idempotency-Key, fängt der Server doppelte Sendungen ab. Das Skript braucht dafür keine eigene Logik - keine Schlüssel-Tabelle, keine Prüfung am Anfang der Methode.

Was das Skript wissen muss:

Antwort des Skripts Wirkung auf den Idempotenz-Speicher
2xx Statuscode, Body und Header werden gespeichert. Eine Wiederholung mit demselben Schlüssel bekommt genau diese Antwort zurück, das Skript läuft nicht erneut
4xx Der Schlüssel wird freigegeben. Der Konsument darf denselben Schlüssel nach Korrektur des Inhalts erneut verwenden
5xx oder Exception Der Schlüssel bleibt belegt, der Fall wird protokolliert. Eine Wiederholung wird abgelehnt, bis der Fall geklärt ist

Daraus folgen zwei Regeln für Endpunkt-Skripte:

  • Fachliche Ablehnungen als 4xx melden (422, 409, 404), nicht als 2xx mit Fehlertext im Body. Sonst wird die Ablehnung gespeichert und der Konsument bekommt sie bei jedem weiteren Versuch erneut - auch nachdem er den Fehler behoben hat.
  • Die Antwort muss vollständig sein. Was zurückgegeben wird, wird eingefroren. Ein Feld, das erst der zweite Aufruf ergänzen würde, kommt beim Konsumenten nie an.


Der vollständige Ablauf und die Statuscodes stehen unter Endpunkte.

JWT-Authentifizierungs-Skript

Bei Zugängen mit aktiver JWT-Pflicht wird über den JWT-Endpunkt das im Zugang hinterlegte Authentifizierungs-Skript aufgerufen (F7 in der Zugänge-Liste). Das Skript muss eine Methode Authenticate bereitstellen:

procedure Authenticate(oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
var cUser: string;
    cPass: string;
begin
    // Eingangsdaten lesen
    cUser := '';
    cPass := '';
    oReader.Str('username', cUser);
    oReader.Str('password', cPass);

    // Prüfung gegen eigene Tabelle, Hash-Verfahren, LDAP, ...
    if (PasswortPasst(cUser, cPass)) then begin
        oWriter.Int('status'           , 1);
        oWriter.Str('_OBS_JWT_ID'      , cUser);
        oWriter.Str('_OBS_JWT_SUBJECT' , cUser);
        oWriter.Str('_OBS_JWT_AUDIENCE', 'mandant1');
    end else begin
        oWriter.Int('status', 9);
        oWriter.Str('error' , 'Login fehlgeschlagen');
    end;
end;
HINWEIS: Im Anmeldeskript bleiben die _OBS_JWT_*-Felder Felder der

Antwort - anders als Status und Header, die zu Aufrufen des Writers geworden sind. Der Grund: die Token-Ausstellung liest sie aus dem fertigen Körper, und genau dort erwartet sie sie. Geschrieben werden sie deshalb wie jedes andere

Feld, nur eben mit dem Writer.

Rückgabewerte:

status Bedeutung
1 Erfolgreich, der Server erzeugt aus den _OBS_JWT_*-Werten einen Token (HS256)
9 Misserfolg, der Server antwortet mit 401 und reicht den Wert von error als error.message an den Client durch (zusätzlich protokolliert)
HINWEIS: {{{1}}}

Liefert das Skript einen anderen Status als 1 oder 9, ist gar nicht lauffähig oder gibt kein auswertbares JSON zurück, antwortet der Server mit 403 und einer generischen Meldung - ein defektes Anmeldeskript soll dem Anwender nicht als „Passwort falsch" erscheinen.

Kann der Server die Sitzungszeile zum ausgestellten Token nicht schreiben (Tabelle fehlt, Datenbankproblem), liefert er kein Token aus und antwortet mit 503 und Retry-After. Auch das ist bewusst kein 401/403: die Zugangsdaten waren richtig, der Versuch darf wiederholt werden.

Aufbau der Token-Antwort

Bei Erfolg baut der Server die Antwort aus den Token-Feldern und allen weiteren Feldern, die das Skript zurückgibt:

{"benutzerId": "4711", "tenant": "nord", "roles": ["TECHNIKER"],
 "token":       "eyJ...",
 "accessToken": "eyJ...",
 "refreshToken":"eyJ...",
 "expiresIn":   28800,
 "serverTime":  "2026-08-17T09:12:33+02:00"}
Feld Herkunft
token / accessToken Derselbe Access-Token unter zwei Namen. accessToken erwarten die meisten Client-Bibliotheken, token bleibt für bestehende Konsumenten erhalten
refreshToken Nur wenn das Skript _OBS_JWT_REFRESH_ID geliefert hat
expiresIn Laufzeit des Access-Tokens in Sekunden (JWT-Exp × 60)
serverTime Serverzeit ISO-8601 mit Offset
alle übrigen Felder Frei vom Skript bestimmt. Übernommen wird alles ausser status und den _OBS_-Steuerfeldern

Damit kann das Anmeldeskript alles mitliefern, was der Client direkt nach dem Login braucht (Benutzer-Id, Mandant, Rollen, Berechtigungen) - ohne dass dieser dafür einen zweiten Aufruf absetzen muss. Ein Feld, das genauso heisst wie eines der Token-Felder oben, wird verworfen; die Engine setzt diese selbst.

Custom-Claims, serverTime und Refresh

Das Authenticate-Skript kann dem Token zusätzlich beliebige Custom-Claims mitgeben - z.B. Mandant und Rollen - und optional ein Refresh-Token anstoßen:

RÜckgabefeld Bedeutung
_OBS_JWT_CLAIM_<name> Beliebiger Custom-Claim, z.B. _OBS_JWT_CLAIM_tenant, _OBS_JWT_CLAIM_roles. Im Folge-Skript lesbar als oReader.Claim('<name>').
_OBS_JWT_REFRESH_ID (optional) jti des Refresh-Tokens. Nur wenn gesetzt, stellt der Server ein Refresh-Token aus.
_OBS_JWT_REFRESH_EXP (optional) Lebensdauer des Refresh-Tokens in Minuten (Default 90 Tage = 129600).

Jedes Token trägt automatisch den Claim token_use (access bzw. refresh) sowie die Sitzungskennungen sid und rid des Servers. Die Antwort enthält bei Erfolg serverTime (ISO-8601 mit Offset), bei ausgestelltem Refresh zusätzlich refreshToken:

{"token":"...", "refreshToken":"...", "serverTime":"2026-06-29T15:30:12+02:00"}
HINWEIS: Mandant und Rollen immer aus dem Token lesen (oReader.Claim(…)), nie aus Body oder Query.

Refresh-Methode

Der Refresh läuft über denselben JWT-Endpunkt und dasselbe Skript. Liegt am JWT-Endpunkt ein Authorization: Bearer <token> mit einem Refresh-Token vor, ruft der Server statt Authenticate die Methode Refresh auf (ohne Bearer: Login; DELETE mit Access-Token: Abmelden, ohne Skript).

Bevor das Skript läuft, hat der Server das vorgelegte Refresh-Token verifiziert (Signatur, Ablauf, token_use=refresh) und in der Sitzung entwertet. Einmalgebrauch, Rotation und Sperrliste sind damit Sache des Servers. Das Skript liefert nur noch die aktuellen Claims - genau das ist der Sinn des Aufrufs: eine zwischenzeitlich geänderte Rolle oder ein gewechselter Mandant wirken spätestens mit der nächsten Erneuerung.

ACHTUNG: Eine eigene Sperrtabelle im Skript ist nicht mehr nötig und sollte

entfernt werden. Wer sie weiterführt, rotiert zweimal - einmal im Skript, einmal im Server - und riskiert, dass beide Seiten unterschiedlicher Meinung sind. Der

Server sieht die Skript-Tabelle nicht, und das Skript sieht die Sitzung nicht.

Ein bereits benutztes Refresh-Token wird mit 401 abgelehnt. Erfolgt die erneute Vorlage innerhalb von 60 Sekunden, bleibt die Sitzung bestehen (paralleler Refresh einer App); danach gilt sie als Wiedervorlage und die gesamte Sitzung wird gesperrt. Details in Zugänge.

Das alte Refresh-jti steht weiterhin als oReader.Param('_OBS_JWT_ID') bereit, falls das Skript es für eigene Protokollierung braucht.

procedure Refresh(oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
var cUser: string;
begin
    cUser := oReader.Subject();

    // Der Server hat das vorgelegte Refresh-Token bereits geprueft und
    // entwertet. Hier wird nur entschieden, ob der Benutzer die Sitzung
    // fortsetzen darf - und mit welchen Rechten.
    if (not BenutzerAktiv(cUser)) then begin
        oWriter.Int('status', 9);
        oWriter.Str('error' , 'Konto ist nicht mehr aktiv, bitte neu anmelden');
        exit;
    end;

    // Rolle und Mandant neu lesen, nicht aus dem alten Token uebernehmen -
    // sonst wirkt ein Rechteentzug erst beim naechsten Login.
    oWriter.Int('status'               , 1);
    oWriter.Str('_OBS_JWT_ID'          , cUser);
    oWriter.Str('_OBS_JWT_SUBJECT'     , cUser);
    oWriter.Str('_OBS_JWT_CLAIM_tenant', TechnikerMandant(cUser));
    oWriter.Str('_OBS_JWT_CLAIM_roles' , TechnikerRollen(cUser));
    oWriter.Str('_OBS_JWT_REFRESH_ID'  , GlobalUID());   // loest das neue Refresh-Token aus
end;

Abmelden (Logout)

Für das Abmelden braucht das Skript keine Methode. Es läuft über ein DELETE auf denselben JWT-Endpunkt (Access-Token im Authorization-Header) und wird komplett in der Engine erledigt: die Sitzung wird gesperrt, die Antwort ist 204. Eine Methode Logout gibt es nicht und wird nicht aufgerufen. Details: Zugänge, Phase 4.

Wer beim Abmelden zusätzlich fachlich etwas tun will - eine Geräteregistrierung löschen, einen Push-Token verwerfen, den Vorgang protokollieren - nimmt einen gewöhnlichen Endpunkt und setzt dort _OBS_JWT_REVOKE. Dasselbe gilt für "auf allen Geräten abmelden", weil das eine Berechtigungsentscheidung braucht:

procedure Post(oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
begin
    GeraeteRegistrierungLoeschen(oReader.Subject());

    // 'session' = diese Sitzung, 'all' = alle Sitzungen des Subjects
    oWriter.JwtRevoke('session');
    oWriter.Status(204);
    oWriter.NoBody();
end;

Gesperrt wird in beiden Wegen die ganze Sitzung, also auch die noch nicht abgelaufenen Access-Token vorheriger Erneuerungen. Ein wiederholter Aufruf ist unschädlich. Lässt sich die Sitzung nicht sperren, überschreibt der Server die Antwort des Skripts mit 503 - ein Client darf nicht glauben, er sei abgemeldet, während sein Token weiterläuft.

Fehlerbehandlung im Skript

Tritt im Skript eine Exception auf oder schlägt die Syntax-Prüfung fehl, antwortet der Server mit 500 Interner Fehler und protokolliert die Detail-Meldung in RESTSRV_PROTO (mit Skript-Fehlertext). Der Konsument sieht keine internen Details.

Server-eigene Fehler (Routing, Rate-Limit, Token, Auffangnetz) haben ein einheitliches Format mit einem error-Objekt - Aufbau siehe Übersicht.

Für einen spezifischen Fehler an den Konsumenten gibt es einen Aufruf. Er baut dieselbe Hülle, die auch die Server-eigenen Fehler tragen - Statuscode, code, message, uid und traceId -, sodass beide Wege nicht auseinanderlaufen können:

procedure Post(oReader: TxRestReader; oWriter: TxRestWriter);
begin
    if (Empty(oReader.Param('kundennr'))) then begin
        oWriter.Error(422, 'VALIDATION_FAILED', 'Parameter "kundennr" fehlt');
        exit;
    end;
    // ...
end;
HINWEIS: Error verwirft einen schon begonnenen Körper und setzt seinen

eigenen. Ein Skript darf also getrost Felder schreiben und danach noch abbrechen - was der Client sieht, ist die Fehlerantwort. Nur ein offener

Stapel (ein ObjBegin ohne ObjEnd) bleibt auch dann ein Strukturfehler.
HINWEIS: Ein fachlicher Fehler gehört auf einen 4xx-Statuscode, nicht auf

200 mit Fehlertext im Body. Nur so erkennt der Konsument den Fehlschlag ohne den Body auszuwerten - und nur so gibt der Server einen belegten

Idempotency-Key wieder frei (siehe Abschnitt Idempotenz).

Ändern: qSqlInit statt qSqlRead

Zum Ändern eines vorhandenen Satzes wird ebenfalls qSqlInit benutzt - der Satz wird über sys_uid adressiert:

q := qSqlInit(oDB, 'tickets');
q.qSet('sys_uid'  , cSysUid);      // Schreib-Index auf den Originalsatz
q.qSet('ti_status', '9');
if (not q.SaveData(UPDATE_RECORD)) then begin
    // ... Fehler behandeln, siehe unten
end;
qSqlFree(q);

qSqlRead ist dafür die falsche Wahl, aus zwei Gründen:

  • Es liest den kompletten Altsatz ein - ein zusätzlicher Lesezugriff, der Zeit kostet.
  • Es schreibt anschliessend nur die Änderungen. Ist der neue Wert gleich dem alten, entsteht gar kein Write, und SaveData liefert False - ununterscheidbar von einem echten Fehlschlag.
HINWEIS: Ohne sys_uid legt qSqlInit einen neuen

Datensatz an, statt den vorhandenen zu ändern. Die sys_uid ist der

Schreib-Index und gehört bei jeder Änderung gesetzt.

Damit entfällt auch das übliche Paar aus DB_LSeek und qSqlRead: eine Abfrage auf die sys_uid liefert zugleich die Existenzprüfung und den Schreib-Index.

cUid := '';
if (DB_SOpen(oDB, 'SELECT sys_uid FROM tickets WHERE ' + cWhere + ' LIMIT 1', q)) then begin
    if (not q.EoF) then begin
        cUid := q.A2UID();
    end;
end;
DB_Close(q);

if (not Empty(cUid)) then begin
    // ändern: qSqlInit + sys_uid
end else begin
    // anlegen: qSqlInit ohne sys_uid
end;

Mehrere Felder sind EIN Schreibvorgang

Ein qSqlInit-Objekt nimmt beliebig viele qSet entgegen und schreibt sie mit einem SaveData. Fallen an derselben Zeile mehrere Felder an, gehören sie in dasselbe Objekt:

// FALSCH: fünf Felder, fünf Schreibvorgänge - und jeder Setzer, der sich
// seine sys_uid selbst holt, bringt zusätzlich eine eigene Abfrage mit
FeldSetzen(cUid, 'ti_status' , '9');
FeldSetzen(cUid, 'ti_grund'  , cGrund);
FeldSetzen(cUid, 'ti_von'    , cBenutzer);

// RICHTIG: ein Schreibobjekt, ein SaveData
q := qSqlInit(oDB, 'tickets');
q.qSet('sys_uid'  , cUid);
q.qSet('ti_status', '9');
q.qSet('ti_grund' , cGrund);
q.qSet('ti_von'   , cBenutzer);
if (not q.SaveData(UPDATE_RECORD)) then begin
    // ... Fehler behandeln
end;
qSqlFree(q);

Das ist nicht nur eine Frage der Geschwindigkeit: einzeln geschriebene Felder sind nicht atomar. Bricht der dritte Schreibvorgang ab, steht die Zeile halb geändert da - Grund gesetzt, Zeitpunkt nicht.

Wird nichts gesetzt, darf auch nicht geschrieben werden: das Schreibobjekt dann mit qSqlFree freigeben, statt ein leeres SaveData abzusetzen.

HINWEIS: Ein Setzer für ein Feld (FeldSetzen(cUid, cFeld, cWert))

ist bequem und deshalb verführerisch. Er versteckt aber je Aufruf eine eigene Abfrage und ein eigenes SaveData. Für einen Vorgang mit mehreren Feldern gehört ein Editier-Helfer her, der das Schreibobjekt liefert -

geschrieben wird einmal am Ende.

Keine Abfrage je Zeile

Was in einer Liste je Zeile nachgeschlagen wird, kostet N Abfragen für eine Antwort. Bei fünfzig Aufträgen sind das fünfzig Abfragen für ein einziges Feld. Der Ausweg ist immer derselbe:

  • Werte aus einer 1:1-Beziehung über einen LEFT JOIN mitnehmen - bei einem eindeutigen Index auf dem Join-Feld kann er die Zeilen nicht vervielfachen.
  • Einzelwerte aus einer 1:n-Beziehung über eine Unterabfrage in der SELECT-Liste holen, nicht über einen Join (der Join würde die Zeilen vervielfachen).
  • Eine echte Unterliste (Positionen, Dateien) nur dann nachladen, wenn ein Zählfeld in der Hauptabfrage sagt, dass es überhaupt eine gibt.
HINWEIS: Ein GET soll lesen. Schreibvorgänge im Lesepfad - etwas

"beim ersten Ausliefern festschreiben" - vervielfachen sich mit der Zeilenzahl

und treffen den Aufrufer, der nur eine Liste angefordert hat.

Schreibfehler erkennen

SaveData liefert einen Boolean - und der ist die einzige Fehlermeldung, die es gibt. (Auch der Parameter ist ein Boolean: NEW_RECORD und UPDATE_RECORD sind Wahrheitswerte, keine Zahlen.) Schlägt das Schreiben in der Datenbank fehl (Duplicate entry auf einem eindeutigen Index, zu langer Wert, fehlende Spalte), dann

  • wird keine Exception ausgelöst,
  • steht nichts in RESTSRV_PROTO,
  • läuft das Skript weiter und antwortet mit dem Erfolg, den es selbst formuliert.

Wer den Aufruf als Anweisung schreibt, baut damit einen stillen Datenverlust ein. Weil in einem Endpunkt schnell ein Dutzend Schreibvorgänge zusammenkommen, gehört die Prüfung in eine eigene kleine Prozedur - am besten in die gemeinsame Lib:

procedure Speichern(q: TqSQL; lNeu: Boolean; const cWas: string);
var lOk: Boolean;
begin
    lOk := q.SaveData(lNeu);
    qSqlFree(q);                     // auch im Fehlerfall freigeben
    if (not lOk) then begin
        raise Exception.Create('Schreiben fehlgeschlagen: ' + cWas);
    end;
end;

// Aufruf statt SaveData + qSqlFree:
q := qSqlInit(oDB, 'tickets');
q.qSet('ti_betreff', cBetreff);
Speichern(q, NEW_RECORD, 'Ticket');

Die Exception fängt der Server: er schreibt Schreiben fehlgeschlagen: Ticket nach RESTSRV_PROTO und antwortet mit 500. Liegt ein Idempotency-Key an, wird er dabei freigegeben - die Anfrage ist also wiederholbar (siehe Abschnitt Idempotenz).

HINWEIS: Ein fehlgeschlagenes Schreiben ist kein Fall, in dem ein Endpunkt

sinnvoll weiterlaufen kann: die Fachwirkung ist dann unvollständig. Wer trotzdem weitermachen will - etwa weil mehrere unabhängige Sätze geschrieben werden -, prüft den Rückgabewert und baut selbst eine Antwort. Ignorieren darf man ihn

nie.

Gängige Codes, die auch der Server selbst verwendet: VALIDATION_FAILED (422), NOT_FOUND (404), FORBIDDEN_ROLE (403), VERSION_CONFLICT (409). Eigene, fachlich sprechende Codes sind erlaubt - wichtig ist, dass sie stabil bleiben, weil Konsumenten darauf ihre Reaktion aufbauen.

Gemeinsamen Code auslagern

Wird Logik in mehreren Endpunkten gebraucht - Berechtigungsprüfungen, JSON-Bausteine, Hilfsfunktionen -, muss sie nicht in jedes Skript kopiert werden. Die Skript-Engine lädt Textbausteine beim Laden aus einer beliebigen Tabelle nach:

{$L T="restsrv_endpoints" I="re_pathtemplate" V="/meinapp/lib" F="re_script"}
Attribut Bedeutung
T Tabelle, aus der geladen wird
I Spalte, über die gesucht wird
V Wert, der in dieser Spalte stehen muss
F Spalte, deren Inhalt an dieser Stelle eingesetzt wird

Die Direktive steht üblicherweise direkt unter dem Kopfkommentar des Skripts. Der Compiler sieht danach den zusammengesetzten Text - eine Funktion aus der Lib lässt sich also aufrufen wie eine im Skript selbst geschriebene.

Bewährtes Muster: Lib als eigene Endpunkt-Zeile

Am wenigsten Verwaltung macht es, die Lib als eigene Zeile in RESTSRV_ENDPOINTS abzulegen:

  1. Endpunkt anlegen mit einem eigenen Pfad-Template, z.B. /meinapp/lib.
  2. Den Lib-Quelltext ins Skript-Feld dieser Zeile schreiben (F7).
  3. Keine Berechtigung in der Berechtigungs-Liste vergeben - das ist der Schutz: ohne Berechtigung beantwortet der Server einen Aufruf mit 403.
  4. In jedem nutzenden Endpunkt die Direktive oben einfügen.

Damit ist die Lib reiner Ablageort und von aussen nicht nutzbar. Eine Änderung wirkt auf alle einbindenden Endpunkte, ohne dass ein einziges Endpunkt-Skript angefasst werden muss.

HINWEIS: Lib und Skripte gemeinsam einspielen. Kommt in der Lib eine neue

Funktion hinzu, genügt es nicht, nur das nutzende Skript zu aktualisieren. Eine ältere Lib lädt fehlerfrei - der Compiler meldet dann ausschliesslich die neuen

Namen als Unknown name, was leicht wie ein Fehler im Skript aussieht.
HINWEIS: Auch hier greift der Endpunkt-Cache: eine Änderung an der Lib wird erst nach Ablauf des TTL (bis zu 60 Sekunden) wirksam.

Wohin gehört welcher Code?

Drei Ebenen, und die Zuordnung entscheidet, wie schnell eine Änderung wirkt:

Art des Codes Wohin Wirksam
Fachlogik **einer** Anwendung - Feldnamen, Zustandswerte, Rollenregeln, Schreibziele in die DWS-Lib dieser Anwendung (eigene Endpunkt-Zeile, per {$L …} eingebunden) nach Ablauf des Cache-TTL, ohne Build
Mechanik, die mehrere Anwendungen brauchen - und auch das OBS-Umfeld nach obs_lib als Delphi-Unit erst nach Build und Rollout
Mechanik, die nur der REST-Server braucht in die Units des Servers erst nach Build und Rollout

Die Regel hat einen praktischen Grund und keinen ästhetischen: Fachlogik ändert sich in Tagen, Mechanik in Monaten. Was in der Lib liegt, ist nach einer Minute aktiv; was in einer Unit liegt, braucht einen Build. Wer Fachlogik nach unten schiebt, tauscht Geschwindigkeit gegen nichts ein.

HINWEIS: Eine Anwendung, die ihre eigene Lib hat, kopiert sie nicht von

einer anderen. Zwei Kopien derselben Lib driften auseinander, und die Abweichung fällt erst auf, wenn eine der beiden Anwendungen etwas Falsches tut. Geteiltes

gehört eine Ebene tiefer.

Fallstricke im Skript

Die folgenden Punkte unterscheiden das Skript von normalem Delphi-Code und kosten sonst eine Runde Fehlersuche:

Stolperstein Richtig
DB_SOpen('Y00…', oDB, …) - der AD-UID-Parameter aus dem Delphi-Code Im Skript ohne UID: DB_SOpen(oDB, cSql, q). Gleiches gilt für qSqlInit(oDB, 'tab') und qSqlRead(oDB, 'tab', cWhere) - jede dieser Funktionen beginnt mit oDB
oReader.Str<T>(…) oder irgendein Generic Generics gibt es in der Skriptsprache nicht. Die Leser sind je Typ eigene Methoden: Str, Int, Num, Bool
Eine eigene Prozedur Delete für DELETE Delete ist eine Standardprozedur der Sprache. Die Deklaration lässt sich nicht übersetzen, und die Meldung nennt nur die Zeile - nicht die Ursache
Ein Helfer, der ein JSON-Fragment als String zurückgibt Den Writer als Parameter übergeben und an der richtigen Stelle hineinschreiben. Fragmente von Hand zusammenzusetzen ist genau der Weg, auf dem die Reihenfolge und die Klammern verloren gingen
oWriter.ArrEnd nach RootArr RootArr öffnet keine Ebene, es bestimmt nur die Klammer der Wurzel. Ein ArrEnd dazu ist ein Strukturfehler
Zahlen selbst formatieren (NStr, StrTran) oWriter.Num('preis', nWert, 2). Selbst formatiert stand bei Werten ab 1000 der Tausendertrenner im JSON - gültiges JSON, falscher Wert, keine Meldung
EMPTY_DATE für ein leeres Datum EMPTY_DATE ist im Skript ein String. Für Datumsvariablen und -vergleiche MINDATETIME verwenden
fVal auf einen JSON-Zahlenwert JSON liefert den Dezimalpunkt, fVal erwartet die lokale Notation: vorher StrTran(cVal, '.', ',')
TStringList für Zwischenlisten In Skripten unzuverlässig. Kleine Mengen über einen Delimiter-String führen ('|' + wert + '|') und mit Pos prüfen
Default-Parameter in eigenen Funktionen Werden nicht unterstützt - alle Parameter ausschreiben
q.SaveData(…) als Anweisung schreiben SaveData liefert einen Boolean. Ein SQL-Fehler beim Schreiben wirft keine Exception und landet in keinem Protokoll - der Rückgabewert ist die einzige Meldung. Immer auswerten, siehe Schreibfehler erkennen
Je Feld ein eigener Setzer-Aufruf Ein qSqlInit-Objekt, beliebig viele qSet, ein SaveData. Einzeln geschrieben kostet jedes Feld eine eigene Abfrage samt eigenem Write - und der Vorgang ist nicht mehr atomar, siehe Mehrere Felder
Ein Wert je Zeile nachgeschlagen In einer Liste sind das N Abfragen für eine Antwort. Über LEFT JOIN (1:1) oder Unterabfrage (1:n) mitnehmen, siehe Keine Abfrage je Zeile
Ausgabeparameter vom Typ var … : TDateTime Bringt die Skript-VM zum Absturz (Assertion in dwsStack.pas), und zwar beim ersten Lesen des Werts - nicht schon beim Schreiben, die Ursache liegt also nicht dort, wo der Fehler auffällt. var string, var Integer und var Double laufen. Zeitpunkte als ISO-Zeichenkette zurückgeben und erst beim Aufrufer wandeln

Skript-Cache

Der Server cached das kompilierte Skript pro Endpunkt (Schlüssel: sys_date des Endpunkts). Zusätzlich werden die Endpunkt-Definitionen pro Server-Profil in einem TTL-Cache (Standard 60 s) gehalten. Eine Skript-Änderung über F7 wird daher erst nach Ablauf dieses TTL (bzw. nach einer Cache-Invalidierung) wirksam - typischerweise innerhalb einer Minute, nicht zwingend sofort.

Verfügbare Bibliotheken

Im Skript können alle OBS-Standard-Bibliotheken verwendet werden. Typische Einstiegspunkte:

  • Base.Tools - String-, Datum-, IIF-, Empty-Helper
  • Base.DB / Base.xQuery - Datenbank-Operationen
  • Base.qSqlReg - Schreibzugriffe
  • lib_ScriptIO - Writer und Reader, siehe unten. System.JSON braucht ein Endpunkt-Skript nicht - der Writer erzeugt die Antwort, der Reader liest den Körper
  • Base.ToolsConst - Konstanten wie CRLF, SINGELQUOTE, MINDATETIME
  • lib_ScriptIO - TxRestWriter, TxRestReader und die Zeitfunktionen RestIsoFromDate / RestDateFromIso / RestOffsetToMinutes. Writer und Reader bekommt das Skript als Parameter; die Zeitfunktionen ruft es direkt

Die wichtigsten Aufrufe mit ihren Skript-Signaturen:

Zweck Aufruf
Lesen DB_SOpen(oDB, cSql, q), dann q.EoF, q.Next(), q.A2C('feld') / A2I / A2F / A2D / A2UID(), am Ende DB_Close(q)
Neu anlegen q := qSqlInit(oDB, 'tab'), q.qSet('feld', wert), if (not q.SaveData(NEW_RECORD)) then …, qSqlFree(q) – der Rückgabewert ist Pflicht, siehe Schreibfehler erkennen
Ändern q := qSqlInit(oDB, 'tab'), q.qSet('sys_uid', cUid), q.qSet(…), if (not q.SaveData(UPDATE_RECORD)) then …, qSqlFree(q)nicht qSqlRead, siehe Ändern. Alle Felder derselben Zeile in ein Objekt, siehe Mehrere Felder
Direkt ausführen DB_SqlExec(oDB, cSql)
Existenzprüfung DB_LSeek(oDB, 'tab', cWhere)
Werte quoten (Pflicht) DB_SQLVal(wert)
HINWEIS: Alle diese Funktionen beginnen im Skript mit oDB. Ein zusätzlicher

AD-UID-Parameter als erstes Argument gehört zur Delphi-Variante und lässt sich im

Skript nicht übersetzen.

Konkrete Beispiele: