OBS/Kostenpflichtige Module/RESTServer/Server-Profile

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Server-Profile

Ein Server im REST-Modul ist ein eigenständiges TLS-Profil mit einer eigenen HTTP-Server-Instanz. In OBS können beliebig viele Server-Profile parallel betrieben werden, jedes mit eigenem Modus, eigenen Zertifikaten und eigenen Bindungen.

Typische Einsatzfälle für mehrere Profile:

  • Ein Public-Profil mit Standard-TLS auf Port 443 für externe Konsumenten.
  • Ein Internal-mTLS-Profil auf einem internen Port für Microservices, die zwingend ein Client-Zertifikat vorlegen müssen.
  • Ein Debug-Profil mit Plain-HTTP auf 127.0.0.1, ausschliesslich für lokale Tests.

Aufruf

Stammdaten -> Z Weitere Stammdaten -> REST-Server -> Server

Felder des Server-Profils

Feld Beschreibung
Nr Eindeutige Nummer 1-99, einmalig vergeben, kann später nicht mehr geändert werden
Name Sprechender Name, eindeutig - erscheint in Protokoll, Statistik und Endpunkt-Zuordnung
Aktiv Profil wird beim Start des REST-Dienstes geladen. Inaktive Profile starten nicht
Info Freitext zur Dokumentation (interner Kommentar, wird nicht ausgewertet)
Kein SSL Plain-HTTP-Modus, ausschliesslich für Debug. TLS-Felder werden ignoriert
mTLS Mutual TLS: jeder Client muss ein gültiges Client-Zertifikat vorlegen
Cert PEM-Inhalt des Server-Zertifikats (inkl. ggf. Zwischen-CA-Kette)
Key PEM-Inhalt des privaten Schlüssels
Root-Cert PEM-Inhalt des CA-Root-Zertifikats (Pflicht bei Standard-TLS, dort für Chain-Validierung, sowie bei mTLS, dort zusätzlich für Client-Cert-Verifikation)

Die Inhalte der Zertifikate werden direkt in OBS als Text gespeichert. Zur Laufzeit schreibt der Server die PEM-Inhalte für den Bruchteil einer Sekunde in ein Temp-Verzeichnis, damit OpenSSL sie beim Start lesen kann; danach werden die Temp-Dateien sofort wieder gelöscht.

Modi

Modus Voraussetzungen Anwendung
Standard-TLS Cert + Key + Root-Cert hinterlegt Empfohlener Default für alle Server, die über das öffentliche Netz erreichbar sind
mTLS Cert + Key + Root-Cert (CA) Maschine-zu-Maschine-Kommunikation, in der jeder Client mit Cert validiert wird
Plain-HTTP Haken Kein SSL Ausschliesslich lokale Tests. Erkennt TLS-Versuche auf dem Plain-Port und trennt sie direkt
HINWEIS: Bei Standard-TLS und mTLS fährt der Server ohne Cert/Key gar nicht erst hoch. Bei Standard-TLS ohne Root-Cert wird die Anlage abgelehnt - die Chain-Validierung benötigt das CA-Root. Plain-HTTP umgeht TLS komplett und ist nicht für Produktivumgebungen geeignet.

Validierung beim Speichern

Beim Speichern wird geprüft:

  • Nr und Name müssen vergeben sein.
  • Nr muss eindeutig sein.
  • Name muss eindeutig sein.
  • Bei nicht aktiviertem Kein SSL müssen Cert und Key vorhanden sein.
  • Bei nicht aktiviertem mTLS (= Standard-TLS) muss Root-Cert vorhanden sein.

Bindungen

Eine Bindung ist die Kombination aus IP-Adresse und Port, auf der ein Server-Profil lauscht. Pro Server-Profil können mehrere Bindungen existieren, z.B. um die gleiche TLS-Konfiguration parallel auf 443 und 8443 anzubieten.

Aufruf

In der Server-Liste den gewünschten Server markieren und F6 drücken. Es öffnet sich die zum Server gehörende Bindungs-Liste.

Felder

Feld Beschreibung
Host IP-Adresse oder Hostname, auf dem gelauscht wird. 0.0.0.0 = alle IPv4-Adressen; 127.0.0.1 = nur lokal; explizite IPs binden gezielt auf eine Netzwerkkarte
Port TCP-Port (1-65535). 443/8443 für HTTPS, frei wählbar für Debug-Profile
Aktiv Bindung wird beim Server-Start geladen
Standard Markiert die Standard-Bindung des Servers. Pro Server-Profil ist nur eine Standard-Bindung erlaubt

Wirksamkeit

Bindungen werden ausschliesslich beim Start des REST-Dienstes geladen. Änderungen werden daher erst nach einem Neustart aktiv. Bis dahin laufen die alten Bindungen weiter.

Listen-Funktionen

In der Server-Liste:

  • Einfg - neues Server-Profil
  • Return - vorhandenes Profil bearbeiten
  • F4 - Sortierung wählen
  • F6 - Bindungs-Liste des markierten Servers