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OBS/OBSRemote/Smart/Lager

Aus OBS Wiki
Version vom 22. September 2026, 19:36 Uhr von MINERVA-Hoheneder (Diskussion | Beiträge) (Neu: Anwenderleitfaden OBS smart Lager - Uebersicht, Anmelden, Scannen, Boxen, Drucker, Glossar)
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OBS smart Lager

OBS smart Lager ist die mobile App für die tägliche Lagerarbeit: Kundenaufträge kommissionieren, Lieferungen annehmen, Ware einlagern und zwischen Lägern umlagern. Gescannt wird mit einem Bluetooth-Ringscanner oder der Gerätekamera; jeder Schritt landet unmittelbar in OBS. Laufzettel, Strichlisten und das Abtippen im Büro entfallen.

Dieser Leitfaden besteht aus dieser Übersichtsseite mit den Grundlagen und drei Seiten für die einzelnen Abläufe.

Die vier Abläufe

Ablauf Wofür Leitfaden
Auslagerung Kundenaufträge kommissionieren, Boxen packen, Differenzen erfassen Auslagerung
Wareneingang Lieferung annehmen, Crossdocking, Rückstände erfassen Wareneingang
Einlagerung Ware aus dem Wareneingang an ihren Lagerort bringen Einlagerung und Umlagerung
Umlagerung Ware von einem Lager in ein anderes bewegen Einlagerung und Umlagerung
Das Wichtigste in Kürze
  • Anmelden per Ausweis. QR-Code auf dem Mitarbeiterausweis scannen – fertig.
  • Eine Hand reicht. Große Schaltflächen, Ton und Vibration; bedienbar mit Arbeitshandschuhen.
  • Scan zuerst. Ringscanner als Hauptgerät, Kamera als Rückfallweg, Tastatur nur im Notfall.
  • Die App führt. Sie nennt den Lagerort, die Menge und die Box – nicht der Zettel.
  • Gebucht wird in OBS. Die App meldet, OBS bucht. Rückstände, Backorders und Belege entstehen dort automatisch.

Anmelden

Anmeldung mit dem Mitarbeiterausweis.
  • Auf Ausweis scannen tippen und den QR-Code auf dem Mitarbeiterausweis vor die Kamera halten.
  • Die App erkennt daran, welcher Sachbearbeiter Sie sind, und meldet Sie an. Ein Passwort gibt es nicht.
  • Wird der Ausweis nicht erkannt oder ist der Sachbearbeiter inaktiv, meldet die App das und bleibt im Anmeldebildschirm.
  • Ohne Ausweis: Ohne Ausweis anmelden – dann wählen Sie Ihren Namen aus der Liste.

Über das Zahnrad oben rechts erreichen Sie die Server-Konfiguration. Neue Geräte richtet Ihr Administrator über einen QR-Code mit den Verbindungsdaten ein; alternativ lassen sich Adresse und Zugang manuell eintragen.

⚠️ Der Konfigurations-QR-Code enthält Zugangsdaten. Behandeln Sie ihn vertraulich.

Die Startseite

Startseite: Statusleiste, die vier Abläufe und die offenen Aufträge.

Nach der Anmeldung sehen Sie drei Dinge:

  • Die Statusleiste unter Ihrem Namen zeigt die drei Komponenten, auf die es ankommt: Scanner, Drucker und WLAN. Grün heißt bereit, Orange heißt nicht verbunden – so fällt ein abgeschalteter Drucker auf, bevor Sie ihn brauchen.
  • Workflow wählen – die vier Abläufe als Kacheln.
  • Aufträge bereit zum Kommissionieren – wie viele Aufträge und Positionen gerade offen sind.

Scannen

Alle Abläufe arbeiten mit demselben Scan-Feld. Solange dort Scanner bereit steht, nimmt die App einen Code entgegen:

  • Ring- oder Handscanner (HID) – über Bluetooth wie eine Tastatur gekoppelt; das ist der vorgesehene Weg.
  • Kamera – über das QR-Symbol im Scan-Feld, wenn kein Scanner zur Hand ist.
  • Eingabe – Artikelnummer oder EAN von Hand, wenn ein Etikett fehlt oder unlesbar ist.
  • Artikelsuche – über das Lupensymbol: Artikelnummer oder Bezeichnung, mindestens zwei Zeichen. Für Artikel ganz ohne Barcode.

Die App erkennt selbst, ob ein gescannter Code ein Lagerort, ein Artikel, eine Box oder eine Seriennummer ist – Sie müssen nichts vorher umschalten. Passt ein Scan nicht zur erwarteten Position, sagt die App, was sie stattdessen erwartet hat.

Boxen und Kommissioniercode

Beim Kommissionieren und beim Crossdocking arbeitet die App mit Boxen. Jede Box gehört zu einem Auftrag und trägt einen Kommissioniercode – drei Zeichen wie „K7F", groß auf dem Etikett und in der App.

  • Das Etikett druckt die App auf dem gekoppelten Etikettendrucker.
  • Statt zu drucken lässt sich eine vorhandene Pfandbox per QR-Scan zuordnen – die Box ist dann für diesen Auftrag reserviert.
  • Reicht eine Box nicht, legen Sie im laufenden Betrieb eine weitere Box für denselben Auftrag an.

Über den Kommissioniercode findet später jeder wieder, was in welcher Box liegt – im Lager, beim Verladen und bei der Auslieferung.

Etikettendrucker

Die App druckt auf handelsübliche Bluetooth-Etikettendrucker. Unterstützt sind derzeit PM240 (labelnize/TSPL, Classic Bluetooth), Zebra und Brother RJ-2035B.

  • Drucker zuerst in den Android-Bluetooth-Einstellungen koppeln.
  • Dann in der App unter Einstellungen → Etikettendrucker das Modell wählen und das Gerät antippen.
  • Test-Etikett drucken prüft die Verbindung.
  • Automatisch wiederverbinden sorgt dafür, dass der Drucker nach einer Pause von selbst wieder bereit ist.

Ist kein Drucker verbunden, läuft der Ablauf weiter – die App weist darauf hin, dass das Etikett nicht physisch gedruckt wird. Unter Etiketten-Vorschau sehen Sie das Druckbild auch ohne Drucker.

Einstellungen

Über das Zahnrad auf der Startseite:

  • Etikettendrucker – Modell, Kopplung, Test-Etikett.
  • Kamera-Scanner und akustisches Feedback ein- oder ausschalten.
  • Bei Einlagerung Bestätigungs-Scan verlangen – erzwingt den Artikelscan, bevor eine Einlagerung als erledigt gilt.
  • Lagerort-Scan zwingend – erzwingt den Lagerort-Scan statt der bloßen Übernahme.
  • Artikel-/EAN-Cache – Stand des lokalen Stammdatenbestands und Stammdaten aktualisieren.
  • Konto – angemeldeter Sachbearbeiter, Lager, Abmelden.

Demo-Modus

Zum Üben und Vorführen kann die App im Demo-Modus laufen. Sie arbeitet dann mit Beispieldaten, erkennbar am orangen Banner am oberen Rand. In diesem Modus entstehen keine echten Buchungen in OBS.

Offline arbeiten

Die App puffert ihre Meldungen lokal. Reißt die WLAN-Verbindung ab, arbeiten Sie weiter; die gepufferten Positionen werden nachgesendet, sobald wieder Verbindung besteht. Der Abschlussbildschirm jedes Laufs zeigt, wie viel schon übertragen ist und was noch aussteht.

Glossar

Kommissioniercode
Dreistelliger Code auf dem Boxetikett (z. B. „K7F"); identifiziert die Box im Lager und in der Lieferung.
Pfandbox
Wiederverwendbare Box mit dauerhaftem QR-Code; wird per Scan einem Auftrag zugeordnet, statt ein Etikett zu drucken.
Crossdocking
Ware aus dem Wareneingang geht direkt in eine Kundenbox, ohne vorher eingelagert zu werden.
Backorder / Rückstand
Der nicht gelieferte oder nicht gepickte Rest einer Position; OBS führt ihn automatisch weiter.
HID-Scanner
Bluetooth-Ring- oder Handscanner, der wie eine Tastatur mit dem Gerät gekoppelt ist.
Lagerort
Der konkrete Platz im Lager (z. B. „A·03·2"), meist mit eigenem Barcode am Fach.
Sachbearbeiter
Ihre Kennung in OBS; sie hält fest, wer gebucht hat.