OBS/Kostenpflichtige Module/KI-Mining/Vertriebs-ToDos pro
Vertriebs-ToDos Pro erweitert die Basis-App um die Kundengruppen, die sonst systematisch leer ausgehen: Neukunden, Entwicklungs-Kandidaten und Reaktivierbare. Grundlage ist die Kundenklassifizierung – nur wenn bekannt ist, wer in welche Gruppe gehört, kann die Pro-App gezielt Aufgaben erzeugen.
Dieser Leitfaden richtet sich an Vertrieb und Vertriebsleitung und setzt den Leitfaden zur Basis-App Vertriebs-ToDos voraus.
Kurzüberblick
Die Basis-App betrachtet vor allem aktive Stammkunden – dort entsteht der Umsatz von heute. Pro nimmt zusätzlich die Kunden in den Blick, die morgen Umsatz bringen (oder gerade verloren gehen): Neukunden, Entwicklungs-Kandidaten, gefährdete und reaktivierbare Kunden.
| Kernidee |
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| Setzt die Kundenklassifizierung voraus |
|---|
| Ohne die vier Etiketten (Lebenszyklus, Wertklasse, Profitabilität, Sortimentstyp) kann Pro nicht wissen, wer Neukunde, gefährdet oder reaktivierbar ist. Die Kundenklassifizierung muss also laufen. |
Zusätzliche Aufgaben-Auslöser
Zusätzlich zu den Anlässen der Basis-App erzeugt Pro Aufgaben aus dem Lebenszyklus-Segment des Kunden:
| Segment | Aufgabe |
|---|---|
| NEUKUNDE | Erstbestellung lief – wann erfolgt das systematische Onboarding-Gespräch? |
| ENTWICKLUNG | Kurze Kundenbeziehung, schon mehrere Käufe – Potenzial heben. |
| GEFÄHRDET | Noch aktiv, kippt aber gerade – letzter Moment für Outbound. |
| REAKTIVIERBAR | Früher Kunde, seit 1–2 Jahren ruhig – Win-back-Versuch. |
| EINMALKÄUFER | Nur eine Rechnung – warum hat er nicht weitergekauft? |
Die pflegbare Themen-Tabelle
Das Herzstück von Pro: Sie hinterlegen selbst, welche Sprechpunkte der Vertrieb bei welcher Konstellation ansprechen soll – in einer Themen-Tabelle in OBS, ohne Programmierung.
- Jedes Thema gilt für eine Kombination aus Segment, Wertklasse, Profitabilität und Sortimentstyp. Leere Felder wirken als Platzhalter („gilt für alle").
- Jedes Thema hat eine Priorität; im Sprechtext erscheinen die wichtigsten (standardmäßig bis zu fünf) Themen zuerst.
- Themen lassen sich aktiv/inaktiv schalten – so steuert die Vertriebsleitung die Schwerpunkte des Teams, ohne dass programmiert werden muss.
- Hinweis: Beispiel: „Welche Themen bei einem GEFÄHRDET-A-Kunden? Welche bei einem ENTWICKLUNG-PREMIUM?" – genau das legen Sie in der Tabelle fest. So bleibt die Sprache menschlich und Ihr Vertriebsstil bleibt Ihr Vertriebsstil.
Der Aufgaben-Betreff: vier Etiketten
Jede Pro-Aufgabe trägt im Betreff das vollständige Vier-Etiketten-Tag, zum Beispiel SCHLUMMERND · A · PREMIUM · PAPIER. Damit ist die Aufgabe lesbar, bevor man sie öffnet:
| Etikett | Aussage |
|---|---|
| Lebenszyklus | Wer ist der Kunde? (SCHLUMMERND, GEFÄHRDET …) |
| Wertklasse | Wie viel Wert hat er? (A/B/C/D/X) |
| Profitabilität | Wie profitabel ist er? (PREMIUM bis DEFIZIT) |
| Sortimentstyp | Was kauft er überwiegend? |
So liest sich eine Pro-Aufgabe
Anonymisiertes Beispiel – ein wertvoller, aber ruhig gewordener Kunde:
[VTD] SCHLUMMERND - A - PREMIUM - PAPIER - Kunde 3025 Aufhaenger: Wertvoller Kunde, seit 4 Monaten keine Bestellung - jetzt handeln. Themen: > Reaktivierungs-Anruf: was hat sich beim Bedarf veraendert? > Jahresbonus-Stand und Konditionen ansprechen > Papier-Rahmenauftrag anbieten (Hauptsortiment) Kennzahlen: Umsatz 12 Monate 42.000 EUR - Marge 55% - letzter Kauf vor 128 Tagen
Schutzfrist und Lastverteilung
Wie die Basis-App schützt Pro vor Doppelmeldungen (Schutzfrist je Kunde und Thema) und verteilt die Aufgaben fair – priorisiert nach dem Wertbeitrag des Kunden, mit einem Tageskontingent je Sachbearbeiter. So bleibt die Aufgabenliste auch mit den zusätzlichen Auslösern beherrschbar.
Zusammenspiel mit Basis und Cross-Selling
- Basis-App: Pro läuft im selben wöchentlichen Vertriebs-ToDos-Lauf mit – es gibt keine konkurrierenden oder doppelten Aufgaben.
- Kundenklassifizierung: liefert monatlich die vier Etiketten, auf denen Pro seine Auslöser und die Themen-Auswahl aufbaut.
- Cross-Selling: setzt auf Pro auf und ergänzt die Aufgaben um einen Sortiments-Vorschlags-Block (eigener Leitfaden).
- Hinweis: Die Reihenfolge in der Einführung: erst Kundenklassifizierung, dann Vertriebs-ToDos, dann Pro – und optional Cross-Selling obendrauf.
Voraussetzungen
- Kundenklassifizierung (läuft monatlich, liefert die vier Etiketten).
- Vertriebs-ToDos (Basis) als Fundament der Aufgaben-Erzeugung.
- Gepflegte Auftrags- und Kundendaten in OBS.
- Zugriff auf den OBS-Scheduler.
Einrichtung und Betrieb
- Kundenklassifizierung monatlich (z. B. 1. Werktag, 02:30 Uhr).
- Vertriebs-ToDos (mit Pro-Erweiterung) wöchentlich in der Nacht von Samstag auf Sonntag – nutzt das aktuelle Klassifizierungs-Ergebnis.
- Themen-Tabelle mit einer Default-Bestückung starten und mit der Vertriebsleitung nach und nach an den eigenen Stil anpassen.
- Hinweis: Schutzfrist, Tageskontingent und die Zahl der Themen pro Aufgabe sind konfigurierbar.
Was Sie davon haben
- Onboarding für Neukunden wird systematisch – nicht mehr Bauchsache.
- Reaktivierungs-Versuche werden gezielter und nachvollziehbar.
- Der Vertrieb arbeitet datenbasiert – Themen und Sprache bleiben menschlich.
- Sales-Strategie änderbar ohne Programmierung, über die Themen-Tabelle.
- Volle Kompatibilität zur Basis-App – keine Doppelaufgaben.
Häufige Fragen (FAQ)
- Brauche ich zwingend die Kundenklassifizierung?
- Ja. Pro baut auf den vier Etiketten auf. Ohne Klassifizierung fehlen die zusätzlichen Auslöser.
- Bekomme ich für einen Kunden zwei Aufgaben (Basis und Pro)?
- Nein. Pro läuft im selben Lauf mit und bündelt – es gibt keine Doppelaufgaben.
- Wie ändere ich die Sprechpunkte?
- Über die Themen-Tabelle in OBS – aktiv/inaktiv schalten, Prioritäten setzen, Texte anpassen. Keine Programmierung nötig.
- Was bedeutet das Tag im Betreff?
- Die vier Etiketten des Kunden (Lebenszyklus, Wertklasse, Profitabilität, Sortimentstyp) – die Aufgabe ist damit lesbar, bevor man sie öffnet.
Glossar
- Segment / Lebenszyklus
- Etikett aus der Kundenklassifizierung (NEUKUNDE, GEFÄHRDET, REAKTIVIERBAR …).
- Themen-Tabelle
- In OBS pflegbare Liste von Sprechpunkten je Kunden-Konstellation.
- Vier-Etiketten-Tag
- Kurzkennung im Betreff: Lebenszyklus · Wertklasse · Profitabilität · Sortimentstyp.
- Schutzfrist / Cooldown
- Zeitraum, in dem dasselbe Thema zum selben Kunden nicht erneut gemeldet wird.
- Onboarding
- Systematisches Erstgespräch mit einem Neukunden.
- Win-back
- Rückgewinnungs-Versuch bei einem still gewordenen Kunden.