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OBS/Stammdaten/Schnittstellen/Lagerlieferanten/OEX: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Seite wurde neu angelegt: „SрaceX has accomplished its legal trаnsfer to the International Distɑnce Post after fixing a pilotage problem that held up the laɗіng by a Clarence Shepа…“
 
Rademacker (Diskussion | Beiträge)
Die Seite wurde neu angelegt: „= OEX-Schnittstelle (OFML Business Data Exchange) = Die OEX-Schnittstelle überträgt Möbelbestellungen aus OBS elektronisch an den Hersteller – inklusive der vollständigen OFML-Konfiguration jeder Position. Sie ersetzt den manuellen Bestellweg per PDF und Mail für Hersteller der Büro- und Objektmöbelbranche. OEX ist ein offener Branchenstandard des '''Industrieverbands Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA)''' und Teil der OFML-Standardfamilie. {| c…“
 
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SрaceX has accomplished its legal trаnsfer to the International Distɑnce Post after fixing a pilotage problem that held up the laɗіng by a Clarence Shepаrd Day Jr..<br><br>Everything went smoothly the second gear metre aboսt as the plaϲe astronauts captureԁ the SpaceX Flying [http://cheatsociety.com/dragon-mania-legends-hack-gems-gold-food-cheats/ dragon mania cheats] shipment send as the  dragon mania legends  dragon mаnia legends hack hack tool deuce craft sailed ο'eг Auѕtraliɑ. On Wednesdaʏ, a GPS orǥanisation erroneousness prevented the capsule from approaching besides close down.<br><br>The Firedrɑke - flush witҺ 5,500lbs of suⲣpliеs - upraiseԁ away on William Ashley Sunday fгom Nɑsa�s historiϲ lunar month launcһ pad at tһe President John  dragon mania hack F. Kennedy Infіnite Center in Florіda. <br><br>SpaceX Dragon space ѵehіcle (SpɑceX handout/PA)<br><br>Cosmic see! @SpaceX�s #Dragon cargo fomite captured by #Candarm2 on @Ѕpace_Ꮲost at 5:44am ET. Watch: website exposսre.cɦirrup.com/L5ybqgOkPC<br><br>- Natіоnal Aeronautics and Space Administration (@NASA) February 23, 2017 Today leased by SpaceX, the embellish had been light since the airless of the bird program near sixer eld agօ. The station�s half-dozen crew members leave take some othег freight on Friday, this unrivalled from the Russians.<br><br>Given the Dragon�s delayed arriνal - lift-rеmove besides occurred a twenty-fouг hour period tardy - the astrоnaսts were under orders to out-of-doors the cаpsulate as presently aѕ imaginable to retrieve raw science experiments.<br><br>�Sоrry nearly the delays,� Delegacy See aforementioned. �Now the very  dгagon mania ⅼegends cheats ѕtudy starts.<br><br>Cɑpture habitual! Draco forthwith affiliatᥱd to tҺe @Space_Ⲣost robotic branch picture show.twitter.com/07axPcBm20<br><br>- SpaceX (@SpaceX) Feb 23, 2017 �Congratulations Fіredrake on a sucсеssful journeү from Ground and today receivᥱ on board,� aforesaid French people astronaut Doubting Thοmas Pesquet, who used the station�s self-aggrandіsing golem sleeve to grab the capsulіse.<br><br>At the exceed of the crew�s unloading list: 20 mice that are poгtion of a woսnd-curative experimentation. Another 20 mice are pickings split in the meditаte on the ground, as control conditiоn subjects.<br><br>Other freshly arrived research: hіghly infective MRSᎪ bɑcteria, tгiple-contained so іt does non causᥱ loosе; radical cellѕ; and instruments for pеrusal lightning and the Earth�s ozone stratum.<br><br>Today's #Draco arrival Marks trine distance ѕhips committed to tһe place. A quaternary will arriνe Friday forenoon. intеrnet site flick.twitter.com/FPEki8tjMa<br><br>- Intl. Space Send (@Ѕpace_Station) February 23, 2017 The Firedrake volition гemain at the blank space place for a calendar month ahead it iѕ  dragon mania legends cheats rationalize lax to wrеak indorse skill samples and early itеms.<br><br>It is the solely isѕue ship able of reversive whole to Eɑrth, as еntirеly the others cauteгise up during re-intгoduction.<br><br>SpaсeX is unity of deuce common soldier companies waving up supplies fоr National Aeronautics and Space Admіnistration. Likewise the French astronaut, tɦe quad post is hօme plate to two Americans and iii Russians.
= OEX-Schnittstelle (OFML Business Data Exchange) =
 
Die OEX-Schnittstelle überträgt Möbelbestellungen aus OBS elektronisch an den Hersteller – inklusive der vollständigen OFML-Konfiguration jeder Position. Sie ersetzt den manuellen Bestellweg per PDF und Mail für Hersteller der Büro- und Objektmöbelbranche.
 
OEX ist ein offener Branchenstandard des '''Industrieverbands Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA)''' und Teil der OFML-Standardfamilie.
 
{| class="wikitable"
! Merkmal !! Wert
|-
| Standard || OEX – OFML Business Data Exchange
|-
| Herausgeber || Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA)
|-
| Datenformat || XML
|-
| Zeichensatz || UTF-8
|-
| Umgesetzte Standardversionen || 2.1 und 3.0
|-
| Umgesetzter Beleg || Bestellung
|-
| OBS-Modul || OEX (separat freizuschalten)
|-
| Einordnung in OBS || Lagerlieferanten-Übertragungsart
|}
 
== 1 Funktionsumfang ==
 
=== 1.1 Umgesetzter Beleg ===
 
Umgesetzt ist die '''Bestellung''' in Richtung Hersteller. Sie geht vollständig elektronisch heraus, mit allen Positionen, Konfigurationsmerkmalen, Texten und Adressen.
 
Rückmeldungen des Herstellers – Bestellbestätigung, Lieferavis, Rechnung – werden weiterhin auf dem bisherigen Weg verarbeitet (Mail, Papier, Portal). Auch Änderungen oder Stornos zu einer bereits übertragenen Bestellung werden nicht elektronisch nachgeschickt, sondern direkt mit dem Hersteller abgestimmt.
 
=== 1.2 Umgesetzte Standardversionen ===
 
Der OEX-Standard liegt in mehreren Versionen vor. OBS beherrscht die beiden in der Branche verbreiteten Versionen '''2.1''' und '''3.0''' und erzeugt aus derselben Programmlogik die jeweils passende Datei.
 
Welche Version zum Einsatz kommt, gibt der Hersteller vor – sie ist nicht frei wählbar und wird bei der Einrichtung der Anbindung festgelegt. Für den Anwender macht das im Arbeitsablauf keinen Unterschied; die Unterschiede liegen im Umfang der übertragenen Daten (siehe Abschnitt 8).
 
Damit ist OBS unabhängig davon anschlussfähig, ob ein Hersteller noch auf der älteren Version arbeitet oder bereits die aktuelle einsetzt.
 
== 2 Voraussetzungen ==
 
=== 2.1 Modul und Lizenz ===
 
Die Schnittstelle erfordert das freigeschaltete '''OBS-Modul „OEX"'''. Ist es nicht aktiv, bricht der Export mit einem entsprechenden Hinweis ab. Die Nutzung wird protokolliert und gezählt.
 
=== 2.2 OFML-Datenbasis (zwingend) ===
 
Dies ist die wichtigste Voraussetzung und der häufigste Grund für Rückfragen:
 
'''Eine OEX-Bestellung lässt sich nur aus Positionen erzeugen, die aus einer OFML-Planung stammen.'''
 
Der Hersteller braucht nicht nur die Artikelnummer, sondern die vollständige Konfiguration – Serie, Variantencode, alle Merkmale mit ihren Werten. Diese Informationen entstehen im Planungswerkzeug, typischerweise '''pCon.planner''' oder '''pCon.basket''', und gelangen über den '''OBX-Import''' in den OBS-Vorgang.
 
Datenfluss:
 
  Planung (pCon)  →  OBX-Datei  →  OBX-Import in Angebot/Auftrag  →  Bestellung  →  OEX-Export  →  Hersteller
 
Der OBX-Import übernimmt je Position:
 
* Hersteller-Kennung und Serie
* Artikelnummer in den Varianten Basis-, Final- und Variantencode
* Kurztext, Langtext und Ausstattungstext
* alle Konfigurationsmerkmale mit Bezeichnung und Wert
* Menge
* EK- und VK-Preis (Währung EUR), Positions- und Lieferantenrabatt
* Ordnerstruktur und Unterpositionen der Planung
* Zusatztexte aus der Planung
* Bilder der Planung (optional)
 
Zusätzlich wird die komplette Original-Konfiguration als Rückverweis gespeichert. In Version 3.0 wird dieser Rückverweis mit der Bestellung übertragen, sodass der Hersteller die Planung auf seiner Seite wieder öffnen kann.
 
Manuell in OBS angelegte Positionen und Positionen aus dem normalen Artikelstamm haben keine OFML-Daten und können nicht per OEX bestellt werden.
 
=== 2.3 Stammdaten ===
 
{| class="wikitable"
! Was !! Wo !! Bemerkung
|-
| Übertragungsart des Lieferanten || Lagerlieferant || die OEX-Übertragungsart des jeweiligen Herstellers
|-
| Eigene Kundennummer beim Lieferanten || Bestellung / Lieferantenstamm || '''Pflicht''' – ohne diese Nummer bricht der Export ab
|-
| Hersteller-Zuordnung der OFML-Kennung || wird beim OBX-Import einmalig abgefragt || ordnet die OFML-Hersteller-Kennung dem OBS-Lieferanten zu
|-
| Zugangsdaten des Übertragungswegs || Konfiguration des Lagerlieferanten || nur bei Herstellern mit Direktübertragung, siehe Abschnitt 6
|-
| Währung, Land, Zahlungsbedingung || Standard-Stammdaten || für Belegwährung, ISO-Länderkennung und Zahlungsbedingungen
|-
| Mandantenadresse || Konstanten des Mandanten || wird als Auftraggeber-Adresse übertragen
|-
| Sachbearbeiter mit Telefon und E-Mail || Verkäuferstamm || wird als Ansprechpartner übertragen
|}
 
== 3 Einrichtung ==
 
# '''Modul freischalten''' – über den OBS-Support.
# '''Lieferant als Lagerlieferant einrichten''' und die OEX-Übertragungsart des Herstellers setzen.
# '''Eigene Kundennummer beim Lieferanten''' eintragen.
# '''Übertragungsweg einrichten.''' Wie die Datei zum Hersteller kommt und welche Zugangsdaten dafür nötig sind, gibt der Hersteller vor – Details auf der jeweiligen Unterseite (siehe Abschnitt 10).
# '''Testbestellung''' mit dem Hersteller abstimmen und durchführen.
 
== 4 Ablauf im Tagesgeschäft ==
 
# Planung in pCon erstellen und als OBX-Datei exportieren.
# OBX-Datei in das OBS-Angebot bzw. den Auftrag importieren. Die OFML-Daten bleiben an den Positionen hängen und werden bei der Übernahme in Folgevorgänge mitgeführt.
# Bestellung zum Lieferanten erzeugen.
# Bestellung exportieren. Es erscheint die Rückfrage, ob die Bestellung wirklich exportiert werden soll.
# OBS prüft die Positionen auf Vollständigkeit, erzeugt die XML-Datei und überträgt sie an den Hersteller.
# Die Bestellung wird auf die Übertragungsart „Export" gesetzt. Der Vorgang wird im OEX-Protokoll festgehalten.
 
=== 4.1 Vollständigkeitsprüfung vor dem Export ===
 
Vor dem Erzeugen der Datei prüft OBS '''jede''' Position. Fehlt eine der folgenden Angaben, wird der Export abgebrochen und alle betroffenen Positionen werden mit Positionsnummer, Bezeichnung und Fehlergrund aufgelistet:
 
{| class="wikitable"
! Meldung !! Bedeutung / Abhilfe
|-
| keine OFML-Daten vorhanden || Die Position stammt nicht aus einer OFML-Planung. Position über OBX-Import einfügen oder aus der Bestellung entfernen.
|-
| OFML-Bestellnummer fehlt || Die Planungsdaten enthalten keine Bestellartikelnummer. Planung im Planungswerkzeug prüfen.
|-
| OFML-Hersteller fehlt || Die Hersteller-Kennung fehlt in den Planungsdaten.
|-
| OFML-Serie fehlt || Die Serienangabe fehlt in den Planungsdaten.
|}
 
Zusätzlich wird geprüft, ob die eigene Kundennummer beim Lieferanten eingetragen ist. Fehlt sie, erscheint der Hinweis, dass eine OEX-Bestellung nur mit eingetragener Kundennummer möglich ist.
 
=== 4.2 Erneutes Versenden ===
 
Ein zweiter Export derselben Bestellung erzeugt beim Hersteller eine zweite Bestellung – jede Datei ist inhaltlich eine Neuanlage. Ein erneutes Versenden muss deshalb immer mit dem Hersteller abgesprochen sein.
 
== 5 Übertragener Inhalt ==
 
Die Bestellung wird '''vollständig''' übertragen, also mit allen Positionen. Belegkopf und Positionen sind als Neuanlage gekennzeichnet.
 
=== 5.1 Belegkopf ===
 
{| class="wikitable"
! Inhalt !! Herkunft in OBS
|-
| Bestellnummer || Bestellung
|-
| Kundennummer beim Lieferanten || Bestellung
|-
| Lieferantennummer || Bestellung
|-
| Belegwährung || Währungsstamm
|-
| Teillieferung erlaubt || fest „nein"
|-
| Belegsprache || fest „deutsch"
|-
| Auftragsart || fest „Standardauftrag"
|-
| Belegdatum || Bestelldatum
|-
| Wunschliefertermin || Lieferdatum der Bestellung
|-
| Rahmenvertragsnummer || OFML-Text „Sonderkondition" des Vorgangs
|-
| Kommission || Auftragsnummer des Endkunden
|-
| Verkaufsorganisation || Mandant
|-
| Abwicklungsmodalitäten (Text) || OFML-Text „Lieferbedingung" des Vorgangs
|-
| Verweis auf Anhang || Bestell-PDF (<code>BE&lt;Bestellnummer&gt;.pdf</code>)
|-
| Gesamtnetto || Nettobetrag der Bestellung, als Information
|-
| Zahlungsbedingungen || Zahlungsbedingungsstamm: Skontotage und -satz, zweite Skontostufe, Nettoziel (bis zu drei Staffeln)
|}
 
'''Adressen'''
 
{| class="wikitable"
! Adressart !! Inhalt !! Ansprechpartner
|-
| Auftraggeber || Adresse des eigenen Mandanten, mit der Kundennummer beim Lieferanten || Sachbearbeiter aus dem Verkäuferstamm mit Telefon und E-Mail
|-
| Lieferant || Bestelladresse des Lieferanten || Ansprechpartner mit Telefonnummer
|-
| Anlieferadresse || Versandadresse der Bestellung; ist keine hinterlegt, die Adresse des Mandanten (eigenes Lager) ||
|}
 
Die Länderkennung wird als ISO-Länderkennung mit zwei Zeichen übertragen; ist im Land keine hinterlegt, wird „DE" verwendet.
 
=== 5.2 Positionen ===
 
{| class="wikitable"
! Inhalt !! Herkunft in OBS
|-
| Positionsnummer || Bestellposition
|-
| übergeordnete Position || OFML-Struktur (Unterpositionen, Stücklisten)
|-
| Kundenartikelnummer || Artikelnummer der Bestellposition
|-
| Lieferantenartikelnummer || OFML-Bestellnummer, mit Artikelstatus (Original / modifiziert)
|-
| Lieferantenkennung || OFML-Hersteller
|-
| Serie || OFML-Serie
|-
| Bestellmenge || Menge der Bestellposition
|-
| Mengeneinheit || fest „Stück"
|-
| Konfigurationsmerkmale || alle OFML-Merkmale der Position mit Bezeichnung und Wert
|-
| Positions-ID || formatierte Positionsnummer
|-
| Konfigurations-ID || OFML-Variantencode
|-
| Abladeangabe || OFML-Text „Abladeangabe" – z. B. „1. OG, Herr Huber", wird beim Hersteller auf die Packstücke gedruckt
|-
| Artikelkurztext || Bezeichnung 1 und 2 der Bestellposition
|-
| Artikellangtext || OFML-Langtext und Ausstattungstext
|-
| modifizierter Artikeltext || OFML-Zusatztext, sofern vorhanden
|-
| Nettogesamtpreis || Gesamtpreis der Bestellposition
|-
| Rückverweis auf die Konfiguration || Original-Planungsdaten (nur Version 3.0)
|}
 
In Version 3.0 wird zusätzlich die '''Ordnerstruktur''' der Planung als eigene Ordnerpositionen übertragen, sodass die Gliederung beim Hersteller erhalten bleibt. Version 2.1 kennt keine Ordnerpositionen.
 
'''Artikelstatus''': Positionen mit modifiziertem Artikeltext werden als „modifiziert" gekennzeichnet, alle anderen als „Original-Artikel des Lieferanten". Der Hersteller erkennt daran, ob er den Artikel unverändert produzieren kann oder ob eine Sonderbearbeitung anfällt.
 
=== 5.3 Preise ===
 
Übertragen wird das '''Gesamtnetto''' – im Kopf für die Bestellung, je Position der Nettogesamtpreis – jeweils als Einkaufskondition. Rabatte, Zuschläge, Zwischensummen und Steuersätze werden '''nicht''' einzeln übertragen. Die Preise dienen dem Abgleich; führend für die Fakturierung ist das System des Herstellers.
 
== 6 Übermittlung ==
 
Der OEX-Standard sieht als Übermittlungsweg den '''E-Mail-Anhang''' zwischen zwei vereinbarten Adressen vor. Zusätzliche Anhänge wie das Bestell-PDF werden im Dokument als Verweis aufgeführt.
 
Einzelne Hersteller stellen stattdessen einen eigenen Web-Service für die '''Direktübertragung''' bereit. OBS übergibt die Bestellung dann unmittelbar und gesichert an das System des Herstellers – ohne Mailversand, ohne manuellen Zwischenschritt und ohne Wartezeit im Postausgang. Die Antwort des Herstellersystems wird im OEX-Protokoll festgehalten.
 
Für die Direktübertragung sind Endpunkt und Zugangsdaten in der Konfiguration des Lagerlieferanten zu hinterlegen; der Authentifizierungs-Token wird verschlüsselt gespeichert und nicht im Klartext angezeigt. Welche Werte einzutragen sind, gibt der Hersteller vor – siehe die jeweilige Unterseite (Abschnitt 10).
 
Ist für einen Hersteller keine Direktübertragung eingerichtet, wird die Datei erzeugt und abgelegt, aber nicht automatisch übertragen; der Anwender erhält einen entsprechenden Hinweis.
 
== 7 Dateien, Pfade und Protokoll ==
 
{| class="wikitable"
! Was !! Ort
|-
| Erzeugte OEX-Dateien || <code>&lt;OBS-Verzeichnis&gt;\data\oex\</code>
|-
| Protokolldatei || <code>&lt;OBS-Verzeichnis&gt;\data\oex\oex_proto.txt</code>
|}
 
'''Dateinamen''' folgen dem Muster des Standards:
 
  oex-orders_<Absenderkennung>_jjjjmmtt-hhmmss.xml
 
Als Absenderkennung verwendet OBS die Kombination aus Kundennummer beim Lieferanten, Mandant und Bestellnummer. Einzelne Hersteller geben den Aufbau der Absenderkennung ausdrücklich vor.
 
Das '''Protokoll''' hält je Vorgang mit Zeitstempel und Benutzerkennung fest: Start des Exports, erzeugter Dateiname, Beginn der Übertragung, Anfrage-Kennungen, die Antwort des Herstellersystems sowie jede aufgetretene Fehlermeldung. Es ist die erste Anlaufstelle bei Rückfragen zu einer Bestellung.
 
== 8 Unterschiede der Versionen 2.1 und 3.0 ==
 
Beide Versionen übertragen denselben Kern: Bestellkopf, Adressen, Positionen mit vollständiger Konfiguration, Texte und Preise. Version 3.0 geht darüber hinaus:
 
{| class="wikitable"
! Thema !! Version 2.1 !! Version 3.0
|-
| Ordnerstruktur der Planung || nicht vorgesehen || wird als eigene Ordnerpositionen übertragen
|-
| Rückverweis auf die Planungsdaten || nicht vorgesehen || wird mitgeliefert, der Hersteller kann die Planung wieder öffnen
|-
| Set-Artikel und reine Textpositionen || nicht vorgesehen || eigene Positionsarten vorhanden
|-
| Identifikation der Partner || über die internationale Lokationsnummer (ILN) || über Kunden- und Lieferanten-ID mit Klassifizierung
|-
| Vorgängerbeleg (z. B. Angebot) || nicht im Kopf abbildbar || eigene Felder im Kopf und je Position
|-
| Katalog-Kennung, Variantencode, Unterartikel || nicht vorgesehen || vorhanden
|-
| Eindeutige Kennung je Position || nicht vorgesehen || jede Position trägt eine eindeutige Kennung
|}
 
Praktisch heißt das: Bei einem Hersteller auf Version 3.0 bleibt die Gliederung der Planung erhalten und der Hersteller kann die Konfiguration auf seiner Seite nachvollziehen. Bei Version 2.1 wird die Bestellung als flache Positionsliste übertragen – inhaltlich vollständig, aber ohne Gliederung und ohne Rückverweis.
 
== 9 Grenzen und bewusste Festlegungen ==
 
Die Schnittstelle ist auf den Bestellprozess ausgelegt. Folgendes ist nicht enthalten:
 
* '''Nur die Bestellung, nur ausgehend''' (siehe 1.1).
* '''Auftragsart fest Standardauftrag.'''
* '''Mengeneinheit fest Stück.'''
* '''Keine Teillieferungen''' – es wird immer „Teillieferung nicht erlaubt" übertragen.
* '''Belegsprache fest deutsch.'''
* '''Keine Gewichts- und Volumenangaben, keine Lieferbedingungen nach Inco-Terms, keine EAN, keine Bankdaten, kein separater Rechnungsempfänger.'''
* '''Rabatte, Zuschläge und Steuersätze''' werden nicht einzeln übertragen (siehe 5.3).
* '''Ein Beleg pro Datei''' – jede Bestellung wird als eigene Datei übertragen, es werden keine Bestellungen gebündelt.
 
== 10 Herstellerspezifische Besonderheiten ==
 
Jeder Hersteller legt die eingesetzte Standardversion, den Übertragungsweg, die Zugangsdaten und einzelne Detailvorgaben selbst fest. Diese Besonderheiten sind je Hersteller auf einer eigenen Unterseite dieser Seite dokumentiert.
 
Vor der ersten Bestellung an einen Hersteller sollte die zugehörige Unterseite gelesen werden – dort stehen die Punkte, die der Anwender selbst beachten muss und die die Schnittstelle nicht prüfen kann.
 
== 11 Nutzen im Überblick ==
 
* '''Keine Doppeleingabe.''' Die Planung wandert vom Planungswerkzeug über Angebot und Auftrag bis in die Bestellung des Herstellers, ohne dass Konfigurationen erneut erfasst werden.
* '''Keine Übertragungsfehler.''' Serie, Variantencode und alle Merkmale gehen maschinenlesbar heraus statt als Freitext im PDF.
* '''Vollständigkeitsprüfung vorab.''' Unvollständige Positionen fallen in OBS auf, nicht erst beim Hersteller.
* '''Schnellere Auftragsbestätigung''', weil beim Hersteller keine manuelle Erfassung dazwischen liegt.
* '''Nachvollziehbarkeit.''' Datei und Protokoll dokumentieren, was wann an wen übertragen wurde.
* '''Rauminformationen bis auf das Packstück.''' Abladeangaben aus der Planung werden mitgegeben und beim Hersteller auf die Packstücke gedruckt.
* '''Breite Anschlussfähigkeit.''' Mit den Versionen 2.1 und 3.0 sind beide in der Branche verbreiteten Stände umgesetzt; weitere Hersteller lassen sich mit begrenztem Aufwand anbinden.
 
== 12 Begriffe ==
 
{| class="wikitable"
! Begriff !! Bedeutung
|-
| OFML || Datenstandard der Möbelbranche für Artikel-, Konfigurations- und Preisdaten
|-
| OEX || Standard für den elektronischen Austausch von Geschäftsdokumenten innerhalb der OFML-Familie
|-
| OBX || Austauschformat der Planungswerkzeuge für Planungsinhalte („Warenkorb"); Eingangsformat für OBS
|-
| pCon.planner / pCon.basket || verbreitete Planungswerkzeuge der Branche, liefern die OBX-Dateien
|-
| IBA || Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V., Herausgeber des Standards
|-
| Variantencode || Kurzschlüssel, der eine konkrete Artikelkonfiguration eindeutig beschreibt
|-
| Abladeangabe || Zusatzinformation zum Anlieferort einer Position, z. B. Etage und Raum
|-
| ILN || Internationale Lokationsnummer zur Identifikation von Geschäftspartnern (Version 2.1)
|}

Aktuelle Version vom 27. August 2026, 09:36 Uhr

OEX-Schnittstelle (OFML Business Data Exchange)

Die OEX-Schnittstelle überträgt Möbelbestellungen aus OBS elektronisch an den Hersteller – inklusive der vollständigen OFML-Konfiguration jeder Position. Sie ersetzt den manuellen Bestellweg per PDF und Mail für Hersteller der Büro- und Objektmöbelbranche.

OEX ist ein offener Branchenstandard des Industrieverbands Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA) und Teil der OFML-Standardfamilie.

Merkmal Wert
Standard OEX – OFML Business Data Exchange
Herausgeber Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA)
Datenformat XML
Zeichensatz UTF-8
Umgesetzte Standardversionen 2.1 und 3.0
Umgesetzter Beleg Bestellung
OBS-Modul OEX (separat freizuschalten)
Einordnung in OBS Lagerlieferanten-Übertragungsart

1 Funktionsumfang

1.1 Umgesetzter Beleg

Umgesetzt ist die Bestellung in Richtung Hersteller. Sie geht vollständig elektronisch heraus, mit allen Positionen, Konfigurationsmerkmalen, Texten und Adressen.

Rückmeldungen des Herstellers – Bestellbestätigung, Lieferavis, Rechnung – werden weiterhin auf dem bisherigen Weg verarbeitet (Mail, Papier, Portal). Auch Änderungen oder Stornos zu einer bereits übertragenen Bestellung werden nicht elektronisch nachgeschickt, sondern direkt mit dem Hersteller abgestimmt.

1.2 Umgesetzte Standardversionen

Der OEX-Standard liegt in mehreren Versionen vor. OBS beherrscht die beiden in der Branche verbreiteten Versionen 2.1 und 3.0 und erzeugt aus derselben Programmlogik die jeweils passende Datei.

Welche Version zum Einsatz kommt, gibt der Hersteller vor – sie ist nicht frei wählbar und wird bei der Einrichtung der Anbindung festgelegt. Für den Anwender macht das im Arbeitsablauf keinen Unterschied; die Unterschiede liegen im Umfang der übertragenen Daten (siehe Abschnitt 8).

Damit ist OBS unabhängig davon anschlussfähig, ob ein Hersteller noch auf der älteren Version arbeitet oder bereits die aktuelle einsetzt.

2 Voraussetzungen

2.1 Modul und Lizenz

Die Schnittstelle erfordert das freigeschaltete OBS-Modul „OEX". Ist es nicht aktiv, bricht der Export mit einem entsprechenden Hinweis ab. Die Nutzung wird protokolliert und gezählt.

2.2 OFML-Datenbasis (zwingend)

Dies ist die wichtigste Voraussetzung und der häufigste Grund für Rückfragen:

Eine OEX-Bestellung lässt sich nur aus Positionen erzeugen, die aus einer OFML-Planung stammen.

Der Hersteller braucht nicht nur die Artikelnummer, sondern die vollständige Konfiguration – Serie, Variantencode, alle Merkmale mit ihren Werten. Diese Informationen entstehen im Planungswerkzeug, typischerweise pCon.planner oder pCon.basket, und gelangen über den OBX-Import in den OBS-Vorgang.

Datenfluss:

 Planung (pCon)  →  OBX-Datei  →  OBX-Import in Angebot/Auftrag  →  Bestellung  →  OEX-Export  →  Hersteller

Der OBX-Import übernimmt je Position:

  • Hersteller-Kennung und Serie
  • Artikelnummer in den Varianten Basis-, Final- und Variantencode
  • Kurztext, Langtext und Ausstattungstext
  • alle Konfigurationsmerkmale mit Bezeichnung und Wert
  • Menge
  • EK- und VK-Preis (Währung EUR), Positions- und Lieferantenrabatt
  • Ordnerstruktur und Unterpositionen der Planung
  • Zusatztexte aus der Planung
  • Bilder der Planung (optional)

Zusätzlich wird die komplette Original-Konfiguration als Rückverweis gespeichert. In Version 3.0 wird dieser Rückverweis mit der Bestellung übertragen, sodass der Hersteller die Planung auf seiner Seite wieder öffnen kann.

Manuell in OBS angelegte Positionen und Positionen aus dem normalen Artikelstamm haben keine OFML-Daten und können nicht per OEX bestellt werden.

2.3 Stammdaten

Was Wo Bemerkung
Übertragungsart des Lieferanten Lagerlieferant die OEX-Übertragungsart des jeweiligen Herstellers
Eigene Kundennummer beim Lieferanten Bestellung / Lieferantenstamm Pflicht – ohne diese Nummer bricht der Export ab
Hersteller-Zuordnung der OFML-Kennung wird beim OBX-Import einmalig abgefragt ordnet die OFML-Hersteller-Kennung dem OBS-Lieferanten zu
Zugangsdaten des Übertragungswegs Konfiguration des Lagerlieferanten nur bei Herstellern mit Direktübertragung, siehe Abschnitt 6
Währung, Land, Zahlungsbedingung Standard-Stammdaten für Belegwährung, ISO-Länderkennung und Zahlungsbedingungen
Mandantenadresse Konstanten des Mandanten wird als Auftraggeber-Adresse übertragen
Sachbearbeiter mit Telefon und E-Mail Verkäuferstamm wird als Ansprechpartner übertragen

3 Einrichtung

  1. Modul freischalten – über den OBS-Support.
  2. Lieferant als Lagerlieferant einrichten und die OEX-Übertragungsart des Herstellers setzen.
  3. Eigene Kundennummer beim Lieferanten eintragen.
  4. Übertragungsweg einrichten. Wie die Datei zum Hersteller kommt und welche Zugangsdaten dafür nötig sind, gibt der Hersteller vor – Details auf der jeweiligen Unterseite (siehe Abschnitt 10).
  5. Testbestellung mit dem Hersteller abstimmen und durchführen.

4 Ablauf im Tagesgeschäft

  1. Planung in pCon erstellen und als OBX-Datei exportieren.
  2. OBX-Datei in das OBS-Angebot bzw. den Auftrag importieren. Die OFML-Daten bleiben an den Positionen hängen und werden bei der Übernahme in Folgevorgänge mitgeführt.
  3. Bestellung zum Lieferanten erzeugen.
  4. Bestellung exportieren. Es erscheint die Rückfrage, ob die Bestellung wirklich exportiert werden soll.
  5. OBS prüft die Positionen auf Vollständigkeit, erzeugt die XML-Datei und überträgt sie an den Hersteller.
  6. Die Bestellung wird auf die Übertragungsart „Export" gesetzt. Der Vorgang wird im OEX-Protokoll festgehalten.

4.1 Vollständigkeitsprüfung vor dem Export

Vor dem Erzeugen der Datei prüft OBS jede Position. Fehlt eine der folgenden Angaben, wird der Export abgebrochen und alle betroffenen Positionen werden mit Positionsnummer, Bezeichnung und Fehlergrund aufgelistet:

Meldung Bedeutung / Abhilfe
keine OFML-Daten vorhanden Die Position stammt nicht aus einer OFML-Planung. Position über OBX-Import einfügen oder aus der Bestellung entfernen.
OFML-Bestellnummer fehlt Die Planungsdaten enthalten keine Bestellartikelnummer. Planung im Planungswerkzeug prüfen.
OFML-Hersteller fehlt Die Hersteller-Kennung fehlt in den Planungsdaten.
OFML-Serie fehlt Die Serienangabe fehlt in den Planungsdaten.

Zusätzlich wird geprüft, ob die eigene Kundennummer beim Lieferanten eingetragen ist. Fehlt sie, erscheint der Hinweis, dass eine OEX-Bestellung nur mit eingetragener Kundennummer möglich ist.

4.2 Erneutes Versenden

Ein zweiter Export derselben Bestellung erzeugt beim Hersteller eine zweite Bestellung – jede Datei ist inhaltlich eine Neuanlage. Ein erneutes Versenden muss deshalb immer mit dem Hersteller abgesprochen sein.

5 Übertragener Inhalt

Die Bestellung wird vollständig übertragen, also mit allen Positionen. Belegkopf und Positionen sind als Neuanlage gekennzeichnet.

5.1 Belegkopf

Inhalt Herkunft in OBS
Bestellnummer Bestellung
Kundennummer beim Lieferanten Bestellung
Lieferantennummer Bestellung
Belegwährung Währungsstamm
Teillieferung erlaubt fest „nein"
Belegsprache fest „deutsch"
Auftragsart fest „Standardauftrag"
Belegdatum Bestelldatum
Wunschliefertermin Lieferdatum der Bestellung
Rahmenvertragsnummer OFML-Text „Sonderkondition" des Vorgangs
Kommission Auftragsnummer des Endkunden
Verkaufsorganisation Mandant
Abwicklungsmodalitäten (Text) OFML-Text „Lieferbedingung" des Vorgangs
Verweis auf Anhang Bestell-PDF (BE<Bestellnummer>.pdf)
Gesamtnetto Nettobetrag der Bestellung, als Information
Zahlungsbedingungen Zahlungsbedingungsstamm: Skontotage und -satz, zweite Skontostufe, Nettoziel (bis zu drei Staffeln)

Adressen

Adressart Inhalt Ansprechpartner
Auftraggeber Adresse des eigenen Mandanten, mit der Kundennummer beim Lieferanten Sachbearbeiter aus dem Verkäuferstamm mit Telefon und E-Mail
Lieferant Bestelladresse des Lieferanten Ansprechpartner mit Telefonnummer
Anlieferadresse Versandadresse der Bestellung; ist keine hinterlegt, die Adresse des Mandanten (eigenes Lager)

Die Länderkennung wird als ISO-Länderkennung mit zwei Zeichen übertragen; ist im Land keine hinterlegt, wird „DE" verwendet.

5.2 Positionen

Inhalt Herkunft in OBS
Positionsnummer Bestellposition
übergeordnete Position OFML-Struktur (Unterpositionen, Stücklisten)
Kundenartikelnummer Artikelnummer der Bestellposition
Lieferantenartikelnummer OFML-Bestellnummer, mit Artikelstatus (Original / modifiziert)
Lieferantenkennung OFML-Hersteller
Serie OFML-Serie
Bestellmenge Menge der Bestellposition
Mengeneinheit fest „Stück"
Konfigurationsmerkmale alle OFML-Merkmale der Position mit Bezeichnung und Wert
Positions-ID formatierte Positionsnummer
Konfigurations-ID OFML-Variantencode
Abladeangabe OFML-Text „Abladeangabe" – z. B. „1. OG, Herr Huber", wird beim Hersteller auf die Packstücke gedruckt
Artikelkurztext Bezeichnung 1 und 2 der Bestellposition
Artikellangtext OFML-Langtext und Ausstattungstext
modifizierter Artikeltext OFML-Zusatztext, sofern vorhanden
Nettogesamtpreis Gesamtpreis der Bestellposition
Rückverweis auf die Konfiguration Original-Planungsdaten (nur Version 3.0)

In Version 3.0 wird zusätzlich die Ordnerstruktur der Planung als eigene Ordnerpositionen übertragen, sodass die Gliederung beim Hersteller erhalten bleibt. Version 2.1 kennt keine Ordnerpositionen.

Artikelstatus: Positionen mit modifiziertem Artikeltext werden als „modifiziert" gekennzeichnet, alle anderen als „Original-Artikel des Lieferanten". Der Hersteller erkennt daran, ob er den Artikel unverändert produzieren kann oder ob eine Sonderbearbeitung anfällt.

5.3 Preise

Übertragen wird das Gesamtnetto – im Kopf für die Bestellung, je Position der Nettogesamtpreis – jeweils als Einkaufskondition. Rabatte, Zuschläge, Zwischensummen und Steuersätze werden nicht einzeln übertragen. Die Preise dienen dem Abgleich; führend für die Fakturierung ist das System des Herstellers.

6 Übermittlung

Der OEX-Standard sieht als Übermittlungsweg den E-Mail-Anhang zwischen zwei vereinbarten Adressen vor. Zusätzliche Anhänge wie das Bestell-PDF werden im Dokument als Verweis aufgeführt.

Einzelne Hersteller stellen stattdessen einen eigenen Web-Service für die Direktübertragung bereit. OBS übergibt die Bestellung dann unmittelbar und gesichert an das System des Herstellers – ohne Mailversand, ohne manuellen Zwischenschritt und ohne Wartezeit im Postausgang. Die Antwort des Herstellersystems wird im OEX-Protokoll festgehalten.

Für die Direktübertragung sind Endpunkt und Zugangsdaten in der Konfiguration des Lagerlieferanten zu hinterlegen; der Authentifizierungs-Token wird verschlüsselt gespeichert und nicht im Klartext angezeigt. Welche Werte einzutragen sind, gibt der Hersteller vor – siehe die jeweilige Unterseite (Abschnitt 10).

Ist für einen Hersteller keine Direktübertragung eingerichtet, wird die Datei erzeugt und abgelegt, aber nicht automatisch übertragen; der Anwender erhält einen entsprechenden Hinweis.

7 Dateien, Pfade und Protokoll

Was Ort
Erzeugte OEX-Dateien <OBS-Verzeichnis>\data\oex\
Protokolldatei <OBS-Verzeichnis>\data\oex\oex_proto.txt

Dateinamen folgen dem Muster des Standards:

 oex-orders_<Absenderkennung>_jjjjmmtt-hhmmss.xml

Als Absenderkennung verwendet OBS die Kombination aus Kundennummer beim Lieferanten, Mandant und Bestellnummer. Einzelne Hersteller geben den Aufbau der Absenderkennung ausdrücklich vor.

Das Protokoll hält je Vorgang mit Zeitstempel und Benutzerkennung fest: Start des Exports, erzeugter Dateiname, Beginn der Übertragung, Anfrage-Kennungen, die Antwort des Herstellersystems sowie jede aufgetretene Fehlermeldung. Es ist die erste Anlaufstelle bei Rückfragen zu einer Bestellung.

8 Unterschiede der Versionen 2.1 und 3.0

Beide Versionen übertragen denselben Kern: Bestellkopf, Adressen, Positionen mit vollständiger Konfiguration, Texte und Preise. Version 3.0 geht darüber hinaus:

Thema Version 2.1 Version 3.0
Ordnerstruktur der Planung nicht vorgesehen wird als eigene Ordnerpositionen übertragen
Rückverweis auf die Planungsdaten nicht vorgesehen wird mitgeliefert, der Hersteller kann die Planung wieder öffnen
Set-Artikel und reine Textpositionen nicht vorgesehen eigene Positionsarten vorhanden
Identifikation der Partner über die internationale Lokationsnummer (ILN) über Kunden- und Lieferanten-ID mit Klassifizierung
Vorgängerbeleg (z. B. Angebot) nicht im Kopf abbildbar eigene Felder im Kopf und je Position
Katalog-Kennung, Variantencode, Unterartikel nicht vorgesehen vorhanden
Eindeutige Kennung je Position nicht vorgesehen jede Position trägt eine eindeutige Kennung

Praktisch heißt das: Bei einem Hersteller auf Version 3.0 bleibt die Gliederung der Planung erhalten und der Hersteller kann die Konfiguration auf seiner Seite nachvollziehen. Bei Version 2.1 wird die Bestellung als flache Positionsliste übertragen – inhaltlich vollständig, aber ohne Gliederung und ohne Rückverweis.

9 Grenzen und bewusste Festlegungen

Die Schnittstelle ist auf den Bestellprozess ausgelegt. Folgendes ist nicht enthalten:

  • Nur die Bestellung, nur ausgehend (siehe 1.1).
  • Auftragsart fest Standardauftrag.
  • Mengeneinheit fest Stück.
  • Keine Teillieferungen – es wird immer „Teillieferung nicht erlaubt" übertragen.
  • Belegsprache fest deutsch.
  • Keine Gewichts- und Volumenangaben, keine Lieferbedingungen nach Inco-Terms, keine EAN, keine Bankdaten, kein separater Rechnungsempfänger.
  • Rabatte, Zuschläge und Steuersätze werden nicht einzeln übertragen (siehe 5.3).
  • Ein Beleg pro Datei – jede Bestellung wird als eigene Datei übertragen, es werden keine Bestellungen gebündelt.

10 Herstellerspezifische Besonderheiten

Jeder Hersteller legt die eingesetzte Standardversion, den Übertragungsweg, die Zugangsdaten und einzelne Detailvorgaben selbst fest. Diese Besonderheiten sind je Hersteller auf einer eigenen Unterseite dieser Seite dokumentiert.

Vor der ersten Bestellung an einen Hersteller sollte die zugehörige Unterseite gelesen werden – dort stehen die Punkte, die der Anwender selbst beachten muss und die die Schnittstelle nicht prüfen kann.

11 Nutzen im Überblick

  • Keine Doppeleingabe. Die Planung wandert vom Planungswerkzeug über Angebot und Auftrag bis in die Bestellung des Herstellers, ohne dass Konfigurationen erneut erfasst werden.
  • Keine Übertragungsfehler. Serie, Variantencode und alle Merkmale gehen maschinenlesbar heraus statt als Freitext im PDF.
  • Vollständigkeitsprüfung vorab. Unvollständige Positionen fallen in OBS auf, nicht erst beim Hersteller.
  • Schnellere Auftragsbestätigung, weil beim Hersteller keine manuelle Erfassung dazwischen liegt.
  • Nachvollziehbarkeit. Datei und Protokoll dokumentieren, was wann an wen übertragen wurde.
  • Rauminformationen bis auf das Packstück. Abladeangaben aus der Planung werden mitgegeben und beim Hersteller auf die Packstücke gedruckt.
  • Breite Anschlussfähigkeit. Mit den Versionen 2.1 und 3.0 sind beide in der Branche verbreiteten Stände umgesetzt; weitere Hersteller lassen sich mit begrenztem Aufwand anbinden.

12 Begriffe

Begriff Bedeutung
OFML Datenstandard der Möbelbranche für Artikel-, Konfigurations- und Preisdaten
OEX Standard für den elektronischen Austausch von Geschäftsdokumenten innerhalb der OFML-Familie
OBX Austauschformat der Planungswerkzeuge für Planungsinhalte („Warenkorb"); Eingangsformat für OBS
pCon.planner / pCon.basket verbreitete Planungswerkzeuge der Branche, liefern die OBX-Dateien
IBA Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V., Herausgeber des Standards
Variantencode Kurzschlüssel, der eine konkrete Artikelkonfiguration eindeutig beschreibt
Abladeangabe Zusatzinformation zum Anlieferort einer Position, z. B. Etage und Raum
ILN Internationale Lokationsnummer zur Identifikation von Geschäftspartnern (Version 2.1)